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Steuerstreit: Datendieb: «Ich war es nicht!»

PARIS – Jetzt meldet sich der Mann, der verdächtigt wird, den Deutschen die geklauten Schweizer Bankdaten für 2,5 Millionen Euro verkaufen zu wollen.

Aktualisiert um 11:00 | 02.02.2010
Bei welcher Schweizer Bank müssen die Kunden zittern? Diese Frage steht im Raum, seit die neue Steueraffäre zwischen der Schweiz und Deutschland letzten Freitag losging.

Die «Financial Times Deutschland» brachte die Genfer Niederlassung der Bank HSBC ins Spiel. Dort hat der Ex-Mitarbeiter Hervé Falciani bekanntermassen Daten entwendet und sie den französischen Steuerbehörden zugespielt. Das hat zu massiven Spannungen zwischen der Schweiz und Frankreich geführt.

Hat also Falciani seine Beute ein weiteres Mal verwerten wollen und sie auch noch den Deutschen angeboten? «Ich habe nur mit der französischen Justiz zusammengearbeitet», sagt Falciani zum französischen Medienportal «lepoint.fr». Bereits früher hatte er zudem in Abrede gestellt, dass er für die Datenlieferung an Frankreich Geld wollte.

Auch die betroffenen Bank zieht den Verdacht in Zweifel, es handle sich um die Daten ihres Ex-Mitarbeiters: «Es gibt keine Beweise, das ist reine Spekulation», heisst es bei HSBC auf Anfrage.

Stimmt die Aussage von Falciani, geht das Rätselraten weiter, aus welcher Bank die rund 1500 Datensätze entwendet worden sind, die jetzt Deutschland für 2,5 Millionen Euro zum Kauf angeboten werden. Die UBS wurde ebenfalls bereits ins Spiel gebracht. Die Bank tat den Verdacht als Spekulation ab. (pft)
Er will nichts mit dem jüngsten Skandal um Schweizer Bankdaten zu tun haben: Hervé Falciani, ehemaliger Mitarbeiter der Genfer Niederlassung von HSBC. (ZVG)
Er will nichts mit dem jüngsten Skandal um Schweizer Bankdaten zu tun haben: Hervé Falciani, ehemaliger Mitarbeiter der Genfer Niederlassung von HSBC. (ZVG)
Das sagen Blick.ch-Leser
Rolf Hess, Münchenbuchsee - 03:41 | 02.02.2010
» Wenn Datendiebstahl ein Verbrechen ist, so gibt es doch so schnell wie möglich einen internationalen Haftbefehl. Wenn man nur den Täter hätte!
Marina Stephano, Bern - 01:50 | 02.02.2010
» Es ist an der Zeit dass einer unserer sieben Zwerge aufsteht und Europa bekanntgibt dass die Schweiz ein Souveraener Staat ist.
hugo ehrismann, Thurgau - 15:53 | 01.02.2010
» Wenn Merkel die Daten kauft, ist Deutschland keinen Deut weniger kriminell als derjenige, der sie geklaut hat und nun Kohle machen will damit.Würde Deutschland seine Bürger nicht aussaugen bis aufs Blut, dann würden sei die Steuern für ihr Vermögen eher bezahlen.Die Deutschen werden nun unseren Merz um Amtshilfe bitten. So wie wir ihn kennen wird er sie auch gewähren.
bruno wyder, Bern - 15:39 | 01.02.2010
» Es gib keinen einzigen Grund, den Staat um Steuern zu betrügen. Wer nicht zahlt ist ein Schmarotzer, lässt andere für Soziales oder Schulden zahlen. Steuerhinterziehung ist bevorzugte Schwarzarbeit in den besseren Kreisen, genau die jenigen die sich erlauben Arbeitslose, Sozialempfänger, IV Bezüger als Faulenzer zu beschimpfen, und jetzt muss ich hier feststellen, dass unter unserem Schweizervolk der Grossteil diese Betrüger noch Schützen, was für eine verlogene Gesellschaft.
Markus Gasser, Freiburg - 15:26 | 01.02.2010
» Ende des Bankgeheimnisses oder Robin Hood klaut Bankdaten. Wenn Deutschland die geklauten Daten gegen die bescheidenen Umtriebskosten (Bonus) von Fr. 2,5 Millionen kauft, so werden sich unter den Bankangestellten manche Nachahmer finden: inspiriert durch das krimnielle Verhalten ihrer Vorgesetzen, was die Beihilfe zum Steuerbetrug (auch Steuerhinterziehung genannt) als auch die schamlose Selbstbedienung (Boni) betrifft. Und schliesslich helfen sie mit, dass das ertrogene Geld wieder zum rechtmäs
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