Bankgeheimnis ade, UBS-Rettung pfui Hildebrand: «Es hat mich angewidert»

BERN - Philipp Hildebrand meldet sich zu Wort. Der Ex-Nationalbankpräsident glaubt nicht mehr ans Bankgeheimnis und sagt Brisantes zur UBS-Rettung.

  • Publiziert: 29.08.2012, Aktualisiert: 30.08.2012
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Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand

(Keystone)

Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand gibt dem Bankgeheimnis in seiner heutigen Form noch eine Lebensdauer von höchstens zehn Jahren. Dann werde die Schweiz kein Zufluchtsort mehr sein für Steuerflucht.

«In fünf Jahren, vielleicht auch zehn, wird der Name eines ausländischen Kunden an die Steuerbehörde seines Heimatlandes geliefert», zeigt sich Hildebrand in einem Gespräch mit dem Westschweizer Fernsehen RTS überzeugt.

«Es hat mich angewidert»

Der vor rund acht Monaten nach Vorwürfen wegen privater Devisengeschäfte zurückgetretene Hildebrand äusserte sich in dem Interview auch zur Rettung der UBS im Oktober 2008.

Es habe ihn angewidert, dass ein Eingriff des Staats nötig war um ein Privatunternehmen zu retten. Damals war Hildebrand Mitglied des SNB-Direktoriums, aber noch nicht Präsident.

Ausschnitte des Gesprächs mit Hildebrand wurden am Mittwochabend in der RTS-Tagesschau gezeigt. Das ganze Interview ist am Sonntag auf RTS zu sehen. (SDA)

Beliebteste Kommentare

  • Süss  Günter , Au
    Ich finde es schon ein bisschen störend dass der ehemalige SNB Präsident der mit sich mit Devisengeschäften den Kurs konnte er beeinflussen Geld dazu verdiente, sich jetzt gegen das Schweizer Bankgeheimnis äussert. Dann war der Abgang wohl das einzig richtige und wir alle sollten uns fragen was für eine doch sehr zwiespältige Person sich da über Jahre in unserer SNB und an unserer SNB bereicherte ist ja wohl mittlerweile naheliegend
  • Peter  Jones , via Facebook
    Der Mann wird es wissen. Er hat in Amerika studiert und gearbeitet und den Auftrag das Schweizer Systm im Bezug auf den Finanzplatz zu demontieren!

Alle Kommentare (89)

  • Angi  T.
    Was sollte Hildebrandt denn verschweigen? Es ist ja faktisch schon so weit. Soll sich auch die SVP daran gewöhnen.
  • Roman  Loser , Embrach
    Könnt ihr euch vielleicht noch erinnern wo dieser Mann jetzt sein Wirkungsfeld hat?Könnt ja sein dass dort auf das so gehasste Geld gewartet wird,weil sich dort kein müdes Schwein kümmert woher das Geld geliefert wird!
    • 30.08.2012
    • 73
    • 7
  • Schwegler  Fritz , via Facebook
    Herr Hildebrand ist nach wir vor Stiftungsrat der Vorsorgestiftung der Schwezerischen Nationalbank. Heute arbeitet er beim grössten Hedge Fonds. Wie sollen diese Jobs vereinbar sein. Soll die SNB das Geld neben EUROS nun auch noch mit ihm verzocken????
  • andi  Matata
    JA, die Wahrheit tut weh, ABER es ist wie reine REALITÄT, alle wissen es, KEINER, ausser einem - wagt es dies auszusprechen.
  •  
    Ihr Politiker, merkt Euch endlich: Nur wer etwas zu verbergen hat, braucht doch ein Bankgeheimnis! Von mir aus kann es schon morgen abgeschafft werden!!
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