Rettungsplan steht Hier nimmt der Griechen-Premier 120 Milliarden mit

  • Publiziert: 02.05.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

ATHEN – Jetzt ist es definitiv: In Athen wurde der Vertrag zur Rettung des Landes vor dem Bankrott unterzeichnet.

Das harte Sparpaket zur Rettung Griechenlands vor einem Staatsbankrott steht. Dies gab der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou bei einer Sondersitzung des Ministerrates in Athen bekannt.

Das mit Experten von Internationalem Währungsfonds (IWF), EU- Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) ausgehandelte Rettungsprogramm wird noch am heutigen Sonntag in Brüssel den Finanzministern der Euro-Gruppe vorgelegt. Sie entscheiden dann über ihre Hilfszusage.

«Oberstes Gebot: Rettung des Vaterlandes»

Es gehe dabei auch um das Wiedergewinnen der Glaubwürdigkeit Griechenlands, sagte Papandreou in einer dramatischen Rede. «Oberstes Gebot ist die Rettung des Vaterlandes. Ich werde alles tun, damit das Land nicht Pleite geht.»

«Es stehen uns schwierige Jahre bevor», sagte Papandreou. Er versprach, er werde «alles tun, um die Schwächeren» schützen. «Ich verspreche mit ihnen allen zusammen zu kämpfen, damit Griechenland sich ändert. Wir werden es schaffen.»

Kredite von 120 Milliarden Euro

Griechenland habe einen Finanzierungsbedarf von 60 Milliarden Euro pro Jahr, sagte Papandreou. Beim Treffen der Euro-Finanzminister sollen nach Angaben von Diplomaten Kredite von mindestens 120 Milliarden Euro für drei Jahre beschlossen werden.

Allein in diesem Jahr rechnen die Euro-Staaten mit 30 Milliarden Euro. Zusätzlich bekommt das vom Staatsbankrott bedrohte Land 15 Milliarden Euro vom IWF. (SDA)

play Griechenlands Premierminister Giorgos Papandreou kämpft Sparprogramm durch. (Reuters)

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