Swiss Hier harzt es beim Einchecken am Flughafen

  • Publiziert: 30.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Matthias Pfander

ZÜRICH – Der Start mit dem Automatenzwang beim Einchecken am Zürcher Flughafen klappt. Dafür steht man nun zweimal in der Warteschlange.

Für die Umstellung auf den Automatenzwang beim Check-in hat die Swiss einen guten Tag gewählt: Heute Donnerstag war das Passagieraufkommen am Terminal 1 nicht riesig.

Trotzdem haben sich Probleme offenbart: Bei den Automaten stehen als Sprachen nur Deutsch, Französisch und Englisch zur Auswahl.

Die wichtigen Weltsprachen Spanisch und Portugiesisch fehlen. Und aus Schweizer Sicht besonders störend: Die drittgrösste Landessprache, Italienisch, ist auch nicht vorhanden. Ein Affront gegenüber unseren Tessiner Mitbürgern. Aussen sind die Automaten sogar nur in Deutsch und Englisch beschriftet.

Schlangen beim Gepäck abgeben

Gegen Mittag beginnt das Einchecken für die Interkontinentalflüge. Die Folge: Anstehen an den Check-In-Automaten. Und danach begann sich der Passagierstrom vor den Gepäckabgabeschaltern zu stauen.

Das nervte einige Passagiere: «Zuerst muss ich das Ticket am Automat selber rauslassen und dann trotzdem noch anstehen. Ich kann das nicht verstehen», sagte Manuel Rodrigues (35) der mit seiner achtköpfigen Familie nach Portugal reiste.

Glück hatte die Fussballmannschaft aus Maribor, die gestern den FC Zürich demütigte (siehe Bild). Die Spieler irrten zuerst durch die Halle. Fanden dann aber heraus, dass sie am Gruppenschalter einchecken können. Das ganze Prozedere dauerte trotzdem über Dreiviertelstunden.

Kolonne beim Check-in 3

Swiss-Passagiere können sich auch beim Check-in 3 gleich nach dem Aufgang von den SBB-Geleisen ihren Sitzplatz zuweisen lassen. Dort gibt es sogar noch bediente Schalter!

Die Folge: Heute gab es dort eine lange Schlange. Und vor den paar Check-in-Automaten, die dort rumstehen, standen sich Reisende ebenfalls die Beine in den Bauch (siehe Bild).

Swiss ist zufrieden, Passagiere weniger

Die Umstellung habe wie erwartet gut funktioniert, heisst es bei der Swiss. Mehr Personal als üblich sei nicht aufgeboten worden. Die Automaten sollen über die nächsten Monate verbessert werden.

Unter den Passagieren tönte das anders. «Wir müssen mehr und ihr weniger arbeiten», sagte ein Passagier zu einer Swiss-Angestellten. Ein anderer schimpfte: «Und das nennt sich Premium-Airline!» Trotzdem bleibt den Passagieren nichts anderes übrig, als sich mit dem neuen Service abzufinden. (pft)

Haben Sie schon Erfahrungen mit dem Automatenzwang am Flughafen gesammelt? Schreiben Sie uns!

play Die Fussballmannschaft aus Maribor demütigte gestern den FC Zürich in 90 Minuten. Das Einchecken ging nur wenig schneller. (pft)

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