Hier dauert ein Monat nur einen Tag Roaming-Ärger bei Salt

ZÜRICH - Altes Problem, neuer Ärger: Eine BLICK-Leserin kaufte bei Salt am 9. September ein Datenpaket zum Surfen im Ausland. 30 Tage wäre es eigentlich gültig. Doch Tags darauf war es verschwunden. Normal, sagt Salt.

Salt prellt Kunden mit unfairem Datenpackt zum Surfen im Ausland play
Das gekaufte Datenpaket bei Salt war nur für einen Tag gültig. Keystone

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Es ist ein altbekanntes Problem, sorgt aber immer wieder für Ärger: Wer bei Salt zum mobilen Surfen im Ausland ein Datenpaket kauft, erlebt zuweilen eine böse Überraschung. Denn die Pakete laufen jeweils am 9. des Monats ab – egal an welchem Tag es gekauft wurde.  

Besonders perfid ist der Fall einer Blick-Leserin aus Zürich. Daniela* verbrachte ihre Ferien in Italien und kaufte am 9. September bei Salt für 39 Franken ein Datenpaket von einem Gigabite. Dabei stand der Hinweis: Das zusätzliche Datenvolumen sei bis zum 9. eines Monats gültig. 

«Ich ging davon aus, dass das Paket bis zum 9. Oktober gültig ist, also genau für einen Monat», sagt Daniela. Falsch gedacht. Schon am 10. September war alles verschwunden. Weg war das zusätzliche Datenvolumen. Daniela musste wieder ein neues Paket kaufen, um nicht plötzlich in die Roaming-Falle zu tappen.

Denn bei Salt hatte man kein Gehör für die Kundin: Ein Salt-Mitarbeiter sagte ihr, es sei normal, dass das Paket am 9. ablaufe und er nichts tun könne. Daniela: «Es geht mir nicht ums Geld, aber da fühlt man sich betrogen.»

Salt bleibt stur

Auf Anfrage von BLICK rückt das Telekomunternehmen nicht von seinem Standpunkt ab: «Die Laufzeit der Salt Roaming-Optionen beträgt sehr wohl 30 Tage.»

Das stimmt schon. Aber nur wenn man das Datenpaket exakt am 10. des Monats kauft. Diese Handhabung erklärt Salt wie folgt: «Die Tatsache, dass die Optionen jeweils vom 10. des Monats bis zum 9. des darauffolgenden Monats laufen, erklärt sich durch die technische Verlinkung mit unserem Rechnungszyklus.» Auf Deutsch: Salt rechnet jeden Monat am 10. ab, weshalb sie nicht flexiblere Laufzeiten für die Pakete anbieten können.

Telekom-Experte Ralf Beyeler vom Vergleichsportal Verivox ist dieses Problem bekannt: Niemand verstehe, wieso Salt noch immer am 10. eines Monats die Datenpakete lösche. «Mit gesundem Menschenverstand lässt sich dieses System nicht erklären.» Zumal es die Swisscom und Sunrise auch schaffen, dass die Pakete für 30 Tage lang gültig sind – egal wann man sie kauft.

Fairerweise müsste Salt klar deklarieren, dass das Paket nur noch für einen Tag gültig sei, sagt Beyeler. Er rät der Kundin, sich an die Schlichtungsstelle Telekommunikation (Ombudscom) zu wenden. 

* Name der Redaktion bekannt.

Publiziert am 28.09.2016 | Aktualisiert am 04.11.2016
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22 Kommentare
  • Erika  Gerber 28.09.2016
    Salt ist nicht Kulant.Habe mein Abo gekündigt.Zum beispel weil sie mir 45 draufgebrumt haben für ein datenpacket das ich nicht angeklickt habe nachweislich habe schlieslich auch nicht das ganze datenwolumen aufgebraucht.Ich habe nur das angebot angeschaut,bestättigt habe ich es nicht.Aber ich war warscheinlich schon in die falle gefallen.
  • Robert  Mueller aus Basel
    28.09.2016
    Also seit sich "Salt" in der Werbung am TV selbst als "Soooaalt" ausspricht, war es für mich gelaufen. Bestellen Sie doch mal in UK oder US in einem Restaurant "Soooaalt" & Pepper = Pepper and what? Zudem "So-alt" bin ich noch nicht dass ich nicht mehr wechseln konnte :-)
  • Ruedi  Voser 28.09.2016
    Also ich bin total zufrieden mit dem Topangebot Salt mit unlimitiertem 4 G, ja unlimitiert, telefonieren in alle Netze, SMS, MMS in der Schweiz. Im Ausland kaufe ich mir immer eine Prepaid für fast no money. Wer sich vom Schweizer Anbieter abzocken lässt ist selber schuld.
    • Walter  Zimmermann aus Jona
      28.09.2016
      Herr Voser, die Idee, im Ausland eine Prepaid-Karte zu kaufen, ist ja grossartig. Nur, wieso habe ich im Ausland zu oft Probleme, tatsächlich eine Karte kaufen zu können? Besuche ich die falschen Länder?? Eigentlich sollte man sich darauf verlassen können, was Salt verspricht. Habe das Ganze mindestens zehn Mal durchgelesen.
  • John  Doe 28.09.2016
    Ich war über 8 Jahre Orange Kunde. Nachdem sich der Vertrag wiedermal automatische verlängert hatte, habe ich ein paar Monate später angerufen und um ein neues, verbilligtes Handy gebeten.

    Der deutsche Kundendienstmitarbeiter war an Arroganz kaum zu überbieten und nicht gewillt, kulant zu sein und beharrte darauf, dass ich ab dem Anrufzeitpunkt nochmals verlängern muss.

    Seine Antworten: 8 J. Kunde? "Ist mir egal". Dann wechsle ich halt. "Tun Sie das!".

    Ja das habe ich. Nie mehr Salt!
  • Tamara  Tschudin , via Facebook 28.09.2016
    Bei mir wars genau anders rum. Ich habe das Abo gelöst (Auslandspaket, ohne welches das 1GB-Paket nicht funktioniert). Damit es auf der übernächsten Rechnung nicht erscheint, weil es sich ja automatisch verlängert, habe ich es sogleich wieder gekündigt. Salt hat dann auch gleich das Datenpaket wieder aufgelöst und stellte mir Datenroaming in Höhe von CHF 500. in Rechnung. Nach einem bösen Anruf von mir hat sich Salt dann "sehr kulant" gezeigt und auf die Roaming-Gebühr verzichtet. So nett!