Hexagon-CEO Ola Rollen Telefonkonferenz unter Polizei-Aufsicht

Das gab es wohl noch nie: Hexagon-CEO Ola Rollen steht unter Insider-Verdacht und musste darum eine Konferenz via Telefon in Anwesenheit von Polizisten durchführen.

Aktien-Crash bei Hexagon: Telefonkonforenz unter Polizeiaufsicht play
Wurde letzte Woche verhaftet: Hexagon-CEO Ola Rollen, hier anlässlich einer Pressekonferenz in Zürich zu sehen (Archivbild). Reuters/Siggi Bucher

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Seit dem 28. Oktober hat Ola Rollen (51) keinen einzigen Tweet mehr auf Twitter abgesetzt. Das Letzte, was der CEO des schwedischen Technologieriesen auf dem Kurznachrichtendienst absetzte, war ein Hinweis auf die publizierten Quartalsresultate seines Unternehmens an diesem Tag.

Rollen amtet seit 16 Jahren an der Spitze von Hexagon. Er hat das Unternehmen vom kleinen Fischimporteur und Betreiber von Pflegeeinrichtungen zu einem weltweit tätigen Milliarden-Konzern gemacht.

Aktien-Crash bei Hexagon: Telefonkonforenz unter Polizeiaufsicht play
Absturz der Hexagon-Aktie in den letzten Tagen.  Cash.ch

Die Quartalsresultate sind nicht der wahre Grund für sein Schweigen. Auch nicht für den Absturz der Hexagon-Aktie in den letzten Tagen (siehe Chart). 

Rollen wurde am 26. Oktober – zwei Tage vor dem Quartalsbericht – mit Verdacht auf Insiderhandel festgenommen. Über die Details der Vorwürfe gegen Rollen gibt es bislang keine Angaben.

Zwei Polizisten mit an der Telefonkonferenz

Rollens Verteidiger werden jedoch mit der Information zitiert, es gehe dabei um den Kauf von Anteilen an Next Biometrics, einem Anbieter von Fingerabdruck-Sensoren, durch Greenbridge Partners, eine Private-Equity-Firma, die von Rollen gegründet wurde und an deren Spitze der Manager nach wie vor stehe, berichtete das Onlineportal des «Manager-Magazins». Rollen weise die Vorwürfe mit Nachdruck zurück, sagen dessen Anwälte.

Zum Kursverlust trug eine etwas ungewöhnliche Tatsache bei: Hexagon hat die Verhaftung der Börse zu spät gemeldet und Rollen noch erlaubt, eine Telefonkonferenz mit Analysten abzuhalten, um die Quartalsresultate zu erläutern.

Gemäss einem Bericht der Agentur Reuters referierte Rollen am Telefon im Beisein zweier Polizeibeamten. Das sagte der Hexagon-CEO den Analysten natürlich nicht.

Hexagon holte dies erst am vergangenen Montag nach, was dem Konzern erneut eine Analystenschelte einbrachte. Und dem Kursverlauf der Aktie natürlich zusätzlich zusetzte. (uro)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 03.11.2016
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