Unschöner Geburtstag Heute vor einem Jahr kostete der Euro noch einen Franken

  • Publiziert: 09.08.2012
play

Seit knapp einem Jahr ist der Euro-Franken-Wechselkurs bei 1.20 fixiert.

(Keystone)

Es schien eigentlich unmöglich: Der Euro kostete nur noch einen Franken. Genau das passierte vor einem Jahr.

Als am 9. August 2011 für einen Euro nur noch 1.0075 Franken bezahlt werden musste, stockte vielen Schweizern der Atem. Ein Szenario, das nur wenige Monate vorher eigentlich undenkbar schien, wurde plötzlich Realität. Der Euro-Franken-Kurs hatte für wenige Minuten Parität erreicht.

An diesem Tag wurden die Stimmen nach einer Intervention der Nationalbank noch lauter. Am 6. September 2011 legte dann die Nationalbank (SNB) einen Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken fest. Die Begründung des damaligen SNB-Präsidenten Philipp Hildebrand: Die «massive Überbewertung» des Frankens stelle «eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar.»

Am 9. Januar 2012 muss dann Philipp Hildebrand zurücktreten, weil er über private Dollargeschäfte stolperte, die er im Vorfeld der Einführung des Mindestkurses tätigte. (tun)

 

Beliebteste Kommentare

  • Meier  Ernst , Erde
    Wieviele Schweizer Franken wurden seither aufgeworfen um den Schweizer Franken gegenüber dem Euro/US-$ zu schwächen? 406 Milliarden? Das Ende der Fahnenstange ist noch längst nicht erreicht. Wie lange wollt ihr den künstlichen Wechselkurs noch aufrecht erhalten oder wie sehr wird unsere Währung und Vermögen inkl. Altersvorsorge noch entwertet bevor ihr versteht das man so nichts retten kann?
    • 09.08.2012
    • 71
    • 5
  • Thomas  K.
    ............. und wenn die Nationalbank nicht ständig unser Steuergeld hineinbuttern würde wo ja nur unsere Lobbyisten profitieren können dann würde es manchem Familienvater im unteren und mittleren Bereich besser geben. Wacht endlich auf und zeigt den Lobbyisten die Stirn!!!!
    • 09.08.2012
    • 59
    • 7

Alle Kommentare (11)

  • Lusti  Franz
    Wieviel Dummheit verträgt die Schweiz? Wenn ich all die Kommentare lese, dann bin ich froh, dass die Entscheide von anderen getroffen werden. Wahrscheinlich selber in einem Betrieb arbeiten, der direkt oder indirekt vom Export lebt, aber zu dumm um zu verstehen, dass bei einem teuren Schweizer Franken niemand mehr Schweizer Produkte kaufen wird. Und wie sicher ist dann die Arbeitsstelle? Aber ja, schreiben ohne zuerst zu studieren braucht weniger Hirn!
    • 10.08.2012
    • 1
    • 4
  • Sandra-Lia  Infanger , Soleure , via Facebook
    tja, man hätte einfach dem Markt freien lauf lassen sollen, dann würde jetzt der Euro noch ca. 50rp. kosten. Das wär für die Konsumenten mal eine echte Wohltat, und im übrigen, die Abzockerfirmen, die jetzt vom künstlich hohen Euro profitieren, sind ja nicht die, die auch wirklich was fürs Volk tun. Die drohen doch bei jedem kleinen Mist, dass sie mit ihrer Firma ins Ausland abhauen! Also die müssen wir nicht auch noch mit unserem Geld unterstützen!
    • 10.08.2012
    • 8
    • 2
  • alois  Leimgruber , Villmergen
    Von der Wirtschaft wurde die Intervention verlangt,nicht vom Volk !
    Die über 400 Mrd. an Devisen der SNB würde bald für den Euro-Rettungsschirm reichen.
    • 09.08.2012
    • 21
    • 1
  • Thomas  K.
    Einfach schlecht für den Unter- und Mittelstand, da diese nur genötigt werden und die "Reichen ach die sollen ihre Millionen doch ins Grab tragen! uns kaputt machen! Ich... trotz Arbeit, kann meine Lebenshaltungskosten nicht mehr begleichen.
    • 09.08.2012
    • 40
    • 3
  • Thomas  K.
    ............. und wenn die Nationalbank nicht ständig unser Steuergeld hineinbuttern würde wo ja nur unsere Lobbyisten profitieren können dann würde es manchem Familienvater im unteren und mittleren Bereich besser geben. Wacht endlich auf und zeigt den Lobbyisten die Stirn!!!!
    • 09.08.2012
    • 59
    • 7
Seite 1 2 3 »
Seitenanfang

Top 3

1 Exklusive 360°-Panoramabilder Nehmen Sie Platz im Superjet PC-24bullet
2 Nach Yahoo-Kauf von Tumblr Wie Porno ist Marissa Mayer?bullet
3 Nespresso-Schlappe vor Gericht Denner-Sieg im Kapsel-Krieg!bullet

Wirtschaft