Heiss auf Schweizer Bahn-Bauer Chinesen wollen Spuhler schlucken

BUSSNANG TG - Chinesische Staatskonzerne drängen nach Europa. Eben hat die Chem China den Basler Agronomiekonzern Syngenta übernommen. Jetzt wollen Chinesen auch bei der Eisenbahn einsteigen.

Peter Spuhler, Stadler Rail play
Bleibt standhaft: der erfolgreiche Eisenbahn-Bauer Peter Spuhler. SonntagsBlick

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Chinesen haben den Thurgauer Bahnbauer Stadler Rail im Visier. «Sie haben bei uns angeklopft», sagt Eigentümer Peter Spuhler im Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Spuhler: «Es gibt in Europa nur noch etwa zehn Unternehmen im Schienenfahrzeugbau. Wenn die Chinesen die europäischen Märkte knacken wollen, brauchen sie eine Basis hier, um die nationalen Zulassungsprozesse zu beherrschen.»

Spuhler aber hat den Chinesen einen Korb gegeben. «Ich verkaufe doch nicht mein Unternehmen. Ich bin zu sehr Schweizer», sagt Spuhler, der bis Ende 2012 für die SVP im Nationalrat sass. Damals trat er zurück, weil das Unternehmen wenig Aufträge hatte und der Franken erstarkte.

Heute stehe Stadler Rail besser da, sagt Spuhler, der in der Schweiz 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Er sorgt sich aber um die Zukunft der Schweizer Industrie wegen des starken Frankens: «Man nimmt eine tiefere Marge in Kauf. Aber wenn eine Firma kein Geld mehr verdient, kann sie nicht mehr in Forschung und Entwicklung und neue Maschinen investieren – irgendwann gehen dann die Lichter aus.» (gf)

Publiziert am 06.03.2016 | Aktualisiert am 12.03.2016
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  • Bernd  Lehnherr , via Facebook 06.03.2016
    Auch hier in Spanien,wird ein Chinamarkt,nach dem anderen eroeffnet. Ja Billig schon,aber meistens mit schlechter Qualitaet.Ich habe vor einigen Jahren eine Hollywoodschaukel,voll Aluminium,fuer meinen Poolgarten gekauft.Nach einigen Jahren,war diese total verrostet.Also von Voll Alu,keine Spur.Soll das nun in Zukunft,auch noch mit unseren hoch qualitativen Zuegen,auch noch pasieren??.Ich hoffe Spuler und auch andere Schweizer Firmen,bleiben standhaft.
    • Kunz  Rene 07.03.2016
      @Bernd Lehnherr: Warum kauften Sie überhaupt Chinesen Trödel (Junk)? Nun immer das gleiche, vor allem mit den Schweizer, es ist ein gutes Geschäft und der Preis stimmt, nicht wahr? Ware, die in der Schweiz produziert wird ist nun seit Jahren zu teuer für die gierigen knauserigen Schweizer. Die Flut von minderwertiger Qualität Junk, in China produziert, wird nun die Schweiz nächstens überhäufen mit dem Freihandelsabkommen verhandelt und unterzeichnet von einem unserer Volksvertreter!
    • Dahn  Swiss 07.03.2016
      Tja Herr Kunz - Unsere Regierung und die Schweizausverkäufer machen dem Volk ja auch schmackhaft, dass man mit PZF, EU und offenen Grenzen billiger Einkaufen können. (aber die CH auch schneller und einfacher Ausverkaufen) Würde man das wieder selber produzieren, wäre das wohl im Preis teurer, aber würde Sozialkosten einsparen. Die Globalisierung drückt wohl den Preis, aber lässt Sozialleichen entstehen, welche in Zukunft immer mehr und teurer werden.
  • Annemarie   Setz 06.03.2016
    Unternehmer wie Herr Spuhler sollte es mehr geben. Hoffentlich bleibt er weiterhin so standhaft und seinem Land und seinen Mitarbeitenden verpflichtet.
  • Alfred  Gerber aus Goldingen
    06.03.2016
    Spuhler wie auch Blocher sind noch echte Unternehmer. Da geht es nicht nur ums Geld. Leider sind mittlerweile in den Chefetagen unserer einheimischen Wirtschaft zu viele Personen engagiert, welche nur das schnelle grosse Geld sehen und dafür wertvolle Firmen ins Ausland verscherbeln.
    Warum eigentlich nicht sehr hohe Steuern auf Firmen Verkäufe ins Ausland? Wäre auch ein Schutz unserer einheimischen Wirtschaft.
    • Martin  Arnold aus Derendingen
      06.03.2016
      Da kennen Sie die Schweizer Wirtschaft aber schlecht! Es gibt in der tat solche, das meiste davon sind aber nicht wirklich "Firmenchefs" sondern Investoren oder deren verlängerter Arm. Aber der Grossteil der KMUS, also der Grossteil der Arbeitgeber ist da ganz anders. Die versuchen mit teilweise persönlichem Verzicht ihre Belegschaft zu halte und somit Ihre "Produktion" aufrecht zu erhalten. Und viele von uns sind bei solche Firmen angestellt und bestreiten mit dem Lohn unseren Lebensunterhalt!
    • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
      06.03.2016
      Herr Blocher hat zusammen mit seinem Freund & Banker Martin Ebner die Alusuisse im Stile eines Raiders übernommen, ausgeschlachtet und dann nach Kanada verscherbelt. Hunderte Stellen im Wallis gingen verloren. Es wird geschätzt, dass der Gewinn für die Beiden über 1 Mia. betrug.
      Die Geschichte der EMS-Übernahme ist auch sehr speziell. Aber das wollen Sie vermutl. gar nicht wissen. Glauben macht seelig, egal wie der Gott heisst. Habe noch nie davon gehört, dass es bei EMS Schweizervorrang gibt.
  • Thomas  Zürcher 06.03.2016
    Ich verkaufe doch nicht mein Unternehmen. Ich bin zu sehr Schweizer», sagt Spuhler.

    ....dieser Spruch ist nicht "in Stein gemeiselt".
  • Thomas  Arnold , via Facebook 06.03.2016
    Was meinte Frau Kleiner, in der Schweiz will niemand mehr investieren da Rechtsunsicherheit herrscht?
    Wieso werden dann laufend Firmen von Russen und Chinesen weggekauft??
    Genau, weil die Schweiz ein demokratisches, unabhängiges und Sicheres Land ist!!
    Die Sicherheit und den Sozialen Frieden erhalten, ist darum das erste, dass ein globales Land tun muss!
    • tom  tomason 06.03.2016
      @Thomas: Frau Kleiner sagt die SVP vernichtet Arbeitsplätze.
      Nun gut, man muss ihr aber auch zugestehen dass sie in ihrem Alter auch noch keine Lebenserfahrung generieren konnte und eigentlich all ihr wissen nur aus der Schule hat. Aber wer weiss, vielleicht wird sie eines Tages erfolgreiche Unternehmerin und merkt dass ein Staat nicht nur mit studieren funktioniert und es gewisse Sachen wie Bäcker und Metzger braucht die ihr Leben und ihre Schule finanziert
    • Verena  Sechi 06.03.2016
      Die Chinesen haben auch tüchtig auf dem afrikanischen Kontinent investiert. Ein Kontinent der sicher ist, Länder die sicher sind ?!
      Wir haben unser Unabhängigkeit schon längst aufgegeben, denn wir importieren unheimlich viel aus China. Was China macht ist die Aktion eines Staates welcher seine Produktion ausweiten will. Davon unterscheiden sich die Russen. Private, neue reiche Oligarchen kaufen Firmen um noch reicher zu werden und es steht kein Staat als Ganzes dahinter. Grosser Unterschied.