Hausbesitzer wollen weg vom Öl Holz ist wieder heiss

Die Schweizer verheizen viel Holz. 2015 waren es fünf Millionen Kubikmeter. Das würde einem riesigen Würfel entsprechen – mit Kanten so lang wie zwei Fussballfelder.

Verzweifelte Griechen heizen mit Holz und leiden unter der Feinstaubbelastung (Symbolbild) play
Feuer und Flamme: Zehn Prozent der Raumwärme stammt von Brennholz. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Lehrlinge zeigen ihren Arbeitsalltag Coop startet Snapchat-Offensive
2 Trauriger Rekord Caritas-Märkte für Arme boomen
3 Theresa May hat Grosses vor Die Briten träumen wieder vom Empire

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

Brennholz ist für zehn Prozent der Raumwärme in der Schweiz verantwortlich. So hoch war der Anteil seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. 1970, als Öl boomte, betrug der Anteil nur ein Prozent.

«Die Schweizer denken beim Heizen immer mehr an die Umwelt», erklärt Andreas Keel (54), Geschäftsführer beim Branchenverband Holzenergie Schweiz, die Holz-Hausse. Holz zu verbrennen, ist klimaneutral. Alles CO2, das beim Verheizen entweicht, hat der Baum vorher der Atmosphäre entzogen.

Keel weiter: «Die Leute wählen lieber einheimische Rohstoffe.» Ohne Holz müsste die Schweiz eine Milliarde Liter Heizöl zusätzlich importieren. «Viele Hausbesitzer wollen weg vom Öl.» Zudem seien Wärmeverbünde, die mit Schnitzelheizungen funktionieren, immer beliebter.

Die meisten Heiz-Bäume stammen aus Wäldern im Mittelland und im Jura. Der Nachschub geht nicht aus: Pro Jahr wächst doppelt so viel Holz nach, wie verheizt wird.

Publiziert am 17.12.2016 | Aktualisiert am 17.12.2016
teilen
teilen
1 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

20 Kommentare
  • Hans Jakob  Rölli , via Facebook 18.12.2016
    "Alles CO2, das beim Verheizen entweicht, hat der Baum vorher der Atmosphäre entzogen."

    Genau die haargenaue, gleiche Aussage gilt auch für das Rohöl (Benzin, Diesel, Kerosin, Heizöl, etc.).

    Die winterlichen Schmutz-Probleme in Gross-Städten ist in meinen Augen aufs Verbrennen von Holz zurückzuführen!
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      18.12.2016
      Bei den heutigen Auflagen wohl kaum. Zudem ist das eine erneuerbare Energie. Sie waechst genuegend nach, und das im eigenen Land. Und beim Verfaulen entweicht das CO2 genauso. Einfach laenger.
  • Dani  Menzi aus Helvetia
    18.12.2016
    Holzschnitzelheizung bringt nur etwas wenn man einen eigenen Wald hatt
    in diesem moment werden Hektaren von Wald gerodet nur um die Nachfrage von Pellets zu befriedigen .
    In Osteuropa sogar in Naturschutzgebieten da die Nachfrage nach Pellets ständig steigt.
    Und von unseren Wäldern gar nicht gedeckt werden kann
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      18.12.2016
      Hr. Menzi, der Vorrat an Holz ist zur Zeit noch groesser, als das was verbrannt wird. Und einen Wald braucht nicht jeder, daa wird in der Regel sehr gut auf Gemeindeebene realisiert und macht einfach Sinn.
  • Ernest  Blanco 17.12.2016
    Im Gegensatz zu Oel- und Gasheizungen wird bei Holzfeuerungen bis 70kW Leistung lediglich Kohlenmonoxid gemessen. Das ist bewusst so gewählt, denn diese Heizungen sind extreme Dreckschleudern im Bezug auf Feinstaub und dürften - wenn zBsp gleiche Grenzwerte wie bei einem Automotor existierten - gar nicht betrieben werden. Die Partikelfilter für Kleinanlagen sind viel zu teuer, und deshalb auch nicht Vorschrift. Von wegen umweltfreundlich, das sind gesundheitsgefährdende Dreckschleudern.
    • werner  widmer aus russikon
      18.12.2016
      Die alten Holzheizungen bringen viel Feinstaub. Eine neue eigentlich nichts. Es gibt Bauvorschriften für Kachelöfen. Und einen statischen Feinstaubabsorber kann man auch noch einbauen. Also kein Problem.
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      18.12.2016
      Hr. Blanco, man kann es auch schlecht machen, wenn man will. Die Messungen sind kantonal zum Teil schaerfer. Und der Feinstaub wird oft gemessen, bei groesseren Anlagen sowieso. Filter brauchen Sie nur bei schlechter Verbrennung! Einfach einen guten Kessel kaufen, dann haben Sie diese Probleme nicht. Vergleichen Sie bitte nicht Aepfel mit Birnen und vermischen Sie nicht alles.
  • Noldi  Schwarz 17.12.2016
    ... und wer Pellets verheizt hat ein gutes gewissen. Obwohl die meisten dieser Dinger aus den USA kommen, wo Hektare um Hektare Wald abgeholzt wird. Ohne Nachhaltigkeit. Warum? Weil es ein Geschäft ist. Das schreibt hier natürlich niemand.
  • Peter  Stierli aus Geroldswil
    17.12.2016
    Ich heize mit Oel und habe in der ganzen Wohnung warm, oel ist sauber aber leider etwas teuer. Das Cheminee ist da für romantische Abende und nicht um einen Wohnung zu wärmen.
    • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
      18.12.2016
      Aha, soso. Dann ist das Verbrennen von den Oelvorraeten also ganz schlau, obwohl mam damit was anderes herstellen koennte. Plastik, etc.. Und Brennstoff dee vor der Tuere nachwaechst soll.man nicht benutzen? Komische Ansicht. Erkundigen Sie sich mal ueber den Verbrauch und den Komfort einer modernen Holzfeuerung!