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600 Millionen Franken: So viel Gewinn habe die UBS letztes Jahr mit ihren Schrottpapieren gemacht. Das schreibt die Wirtschaftszeitung «Finanz und Wirtschaft» in ihrer aktuellen Ausgabe.
Zur Erinnerung: Im Herbst 2008 stand die Grossbank am Abgrund. Sie hatte in den USA viel zu viele komplizierte Wertpapiere gekauft, deren Wert ins Bodenlose sank. Sie wurden zu Giftpapieren.
Bund und Nationalbank eilten der UBS zu Hilfe. Grosszügig gründeten sie ein Rettungsvehikel: den so genannten StabFund. Der Plan: Die UBS darf dem Fund 54 Milliarden Dollar Schrottpapiere übergeben. Schliesslich hat sie aber nur rund 38 Milliarden an den StabFund abgeschoben.
Ein Jahr später zeigt sich: Die beiden Giftmüll-Päckli bei der Nationalbank und der UBS haben sich 2009 extrem unterschiedlich entwickelt.
Beim Rettungsfonds resultiert unterm Strich ein Minus von 2,8 Milliarden. Bei der UBS laut «Finanz und Wirtschaft» ein Gewinn von 600 Millionen.
Hat also die UBS den wertvolleren Schrott selbst behalten und dem Rettungsfonds die absoluten Ladenhüter überlassen?
«Nein», sagt UBS-Sprecherin Sabine Jaenecke. «Die 600 Millionen Gewinn zeigen nicht das vollständige Bild.» Insgesamt habe die UBS auf jenen Risikopapieren, welche sie nicht an den StabFund übertragen habe, auch einen Verlust gemacht. Wieviel genau, weisst die Bank aber nicht aus.
Überhaupt könne keine Rede davon sein, die UBS habe den Bund ausgetrickst. Jaenecke: «Es darf UBS keine schädigende Absicht unterstellt werden. Die Auslagerung der Risikopaiere an den StabFund diente damals zur Stabilisierung der Bank. Die ausgelagerten Papiere sind werthaltig und werfen Zinsen ab.»
Dennoch: Der Schrott der UBS erweist sich als weniger giftig als der Giftmüll beim Rettungsfonds. «Das ist bloss eine Momentaufnahme», sagt dazu Nationalbank-Sprecher Werner Abegg.