Hat der Bündner Grossinvestor überhaupt genug Geld? Vals prüft Stoffels Bonität

Ein 380 Meter hoher Turm der Superlative soll reiche Gäste nach Vals locken. Die Gemeinde will nun aber genau wissen, wie es um die Finanzen von Investor Remo Stoffel steht.

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Remo Stoffel präsentiert sein Turm-Projekt. Keystone

Er ist der umtriebigste und umstrittenste Immobilien-Investor der Schweiz: Der Bündner Remo Stoff el (38). Spätestens, seit er für 300 Millionen Franken in Vals GR einen 380 Meter hohen Hotelturm der Extraklasse bauen will. Mit dem «Femme des Vals» genannten Haus möchte Stoffel Superreiche ins Thermen-Dorf locken, dessen Logiernächte in den letzten Jahren zurückgingen.

Damit hat er sich im Dorf nicht nur Freunde geschafft. Der Gemeinderat überprüft nun gar die Bonität von Investor Stoffel und seiner Firma 7132 AG, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. «Wir haben grobe Aussagen zur Finanzierung vorliegen, detaillierte Informationen werden im Laufe der nächsten Planungsschritte eingeholt», sagt Gemeindepräsident Stefan Schmid.

Nicht die einzige Baustelle

Die Bonitätsabklärungen seien an die konkreten Projekte von Remo Stoffels 7132 AG gebunden. «Für diese Analyse werden wir einen externen Sachverständigen beiziehen», sagt Schmid der «NZZ am Sonntag» weiter.

Das ist bei weitem nicht Stoffels einzige Baustelle. Der Investor hatte der Gemeinde 2012 die berühmte Therme und das dazugehörige Hotel abgekauft. Und damals versprochen, sechs Millionen Franken für den Bau einer Mehrzweckhalle springen zu lassen. Von diesem Geld hat die Gemeinde aber immer noch nichts gesehen. Über 100 Einwohner fordern mit einer Initiative, dass Remo Stoffel dieses Versprechen endlich einlöst. (pbe)

Publiziert am 31.01.2016 | Aktualisiert am 31.01.2016
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17 Kommentare
  • Andi  Kull 01.02.2016
    Das Turmprojekt hat nur einen Sinn: Publicity! Stoffel will damit Vals und seine Therme (sowie sich selbst!) im Gespräch halten. Der Turm wird nie ernsthaft geplant werden. Alles nur ein Werbe-Gag!
  • Hubi  Müller aus Höchstetten
    01.02.2016
    Hochstaplerei. Etwas Grosses anreissen. Seinen Profit daraus ziehen. Und wenn es Bach ab geht sind solche Leute bereits nicht mehr im Spiel. Haben ihr Geld im Sack. Bestes Beispiel das Goldene Ei in Davos.
  • Tobi  Mory aus Basel
    01.02.2016
    Wenn der Turm so aussehen sollte,wie auf dem Bild,sollte das Projekt nicht bewilligt werden. Sehen sie denn nicht,wie hässlich dieser Turm aussieht in der wunderschönen Berglandschaft? Absolut inakzeptabel.
  • Ursula  Zweifel 01.02.2016
    Nein hat er nicht. Er hat in meinen Augen nie und nimmer genügend Geld.
  • Heinz  Muenger 01.02.2016
    Mir fällt bei allen Kommentaren auf, dass alle R.S. schon "vorurteilig" behandeln, ohne mal erst das Ergebnis der Bonität abzuwarten.
    Eine solche Abklärung ist sicher gut bei einem solchen Projekt, doch ist nicht ausgeschlossen, dass er das nicht stemmen kann. Entspringen all diese Vorurteile dem Neid, dem Menschen grösstem Laster?
    Ich finde den Turm keine Verschandelung der Natur, denn durch die Spiegelfassade
    widerspiegelt er die Umgebung so, dass er fürs Auge wieder fast "unsichtbar" wird.
    • Ruedi  Wic aus Embrach
      01.02.2016
      Das isteben so, wenn man groskotzig etwas verspricht und nicht einhält. Allerdings ist die Gemeinde selber Schuld wenn bei einer solchen Zusage keine finanziellen Garantien verlangt werden!