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Auf den ersten Blick sind die Ähnlichkeiten mit dem iPhone nicht gross: Monec Voyager (Bild) war eine 1,2 Kilogramm schwere, mobile Surfstation mit Touchscreen aus dem Jahr 2000, die man für 9500 Franken (!) vorbestellen konnte.
Die Ähnlichkeiten stecken unter der Haube. Und die Berner Firma Monec wirft nun Apple vor, die Technik im Voyager beim iPhone abgekupfert zu haben. Vor allem bei den Zusatzprogrammen für das Lesen von E-Books.
Konkret geht es um Patent Nummer 6’335’678, das Monec im Januar 2002 zugesprochen wurde. Es trägt den Titel «Electronic device, preferably an electronic book» und beschreibt ein elektronisches Gerät mit einem Touchscreen.
«Wir haben in Virgina eine Klage eingereicht», sagt Monec-Verwaltungsratspräsident Paul Santner. Ziel ist es, mit dem Computer-Giganten eine Einigung auszuhandeln. «In den USA muss man so vorgehen. Zuerst klagen, dann zusammensitzen», erklärt der Profi-Verwaltungsrat. Santner will das Patent an Apple lizenzieren und Geld dafür erhalten.
Der Voyager von Monec war kommerziell ein Flop. Im Sommer 2001 stellte Monec Produktion und Entwicklung ein. Seither existiert Monec als nur noch auf dem Papier. «Eine operative Tätigkeit üben wir nicht aus», sagt Verwaltungsratspräsident Paul Santner.
Die Patente für die im Voyager verwendete Technik gelten aber immer noch. Und die war visionär: Drahtloser PC mit integriertem Telefon, Touchscreen, Navigationssystem (GPS) und aufsetzbarer Kamera.
Falls die Klage die gewünschte Wirkung hat, werden auch andere Unternehmen mit Post vom Anwalt rechnen müssen, lässt Santner durchblicken.