SonntagsBlick kennt die neusten Zahlen Haben wir bald nur noch deutsche Chefs?

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Marcel Odermatt

Ist Ihr Vorgesetzter noch ein Schweizer? Seien Sie nett zum ihm: Wenn er geht, könnte ein Deutscher kommen.

Am Dienstag präsentiert das Bundesamt für Migration die neuste Einwanderungsstatistik. Schon jetzt steht fest: Die Schweiz wird ständig deutscher! Ende April lebten 177 000 Bürger unseres nördlichen Nachbarn hier – 4450 mehr als Ende Dezember.

Nicht nur Bauarbeiter, Krankenschwestern und Serviceangestellte aus der Bundesrepublik finden zunehmend Arbeit in der Schweiz. Immer mehr Deutsche landen in den Chefetagen unserer Firmen. 1262 fanden letztes Jahr einen Job als Unternehmer oder Direktor, 832 als Ingenieure, 678 als Ärzte, 462 als Informatiker und 281 als Architekten.

Die Wirtschaft begrüsst diese Entwicklung: «Es spricht für unser Land, wenn hoch qualifizierte Leute den Weg in die Schweiz suchen und finden», sagt Hans Reis (60) vom Arbeitgeberverband.

Auch volkswirtschaftlich geht die Rechnung auf: Die Ausbildung einer Fachkraft kostet im Durchschnitt 100 000 Franken. Kommen 25 000 Deutsche, hat die Schweiz 2,5 Milliarden Ausbildungskosten gespart, denn sie kann die Fähigkeiten dieser Einwanderer ohne Bildungsinvestitionen nutzen.

Die Deutschen kennen ihren Wert: «Die Schweizer Wirtschaft würde zusammenbrechen, gäbe es keine Arbeitskräfte aus Deutschland», sagt der Botschafter Andreas von Stechow (63) selbstbewusst im SonntagsBlick-Interview. Die Schweizer dürften deshalb ruhig etwas dankbar sein.

Im SonntagsBlick

Interview mit dem deutschen Botschafter
«Ihr Schweizer dürft uns ruhig dankbar sein»

Deutsche Einwanderer

Die Schweiz lockt die Deutschen in Scharen an. Die Zahl der Einwanderer nimmt jedes Jahr zu.

2002+15 358
2003+14 937
2004+18 100
2005+20 360
2006+24 700
- Illustration: Nico

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