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Günstig und multifunktional: Ikea baut jetzt auch Hotels

Das schwedische Möbelhaus will nun eigene Häuser bauen. Geplant sind Hotels, Studentenunterkünfte und in London sogar ein ganzer Stadtteil.

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Wer von Ikea in den eigenen vier Wänden nicht genug kriegt, könnte bald auch auf Reisen in den Genuss des typischen Ikea-Feelings kommen: Das Schwesterunternehmen Inter Ikea will in Europa Budget-Hotels und Studentenwohnungen bauen.

Ein erstes Projekt ist in London geplant. Dort steigt das Unternehmen gleich gross ins Immobiliengeschäft ein: Auf einer Industriebrache im East End nahe des Olympiaparks soll auf einer Fläche von 10 Hektaren ein autofreier Mini-Stadtteil mit 1200 Wohnungen, einem Hotel mit 350 Zimmern, Geschäften und Büros gebaut werden. Ikea entwickelt das gesamte Gelände selber – inklusive Grünflächen.

Kleine aber multifunktionale Studentenzimmer

Auf dem Festland plant Ikea noch in kleineren Dimensionen. In «westeuropäischen Universitätsstädten sucht Inter Ikea derzeit Standorte mit einer Mindestfläche von 2500 Quadratmetern. Dort sind jeweils 500 bis 700 Zimmer geplant.

Die 17,5 Quadratmeter kleinen Studentenzimmer werden ganz Ikea-typisch sehr multifunktional ausgestattet: «Jeder, der mal bei Ikea war, weiss, dass man auf solchen Flächen enorm viel Raum schaffen kann», sagt Harald Müller von Inter Ikea der deutschen «Immobilienzeitung».

Die Apartments werden hochwertiger ausgestattet sein als andere Studentenwohnheime, aber nicht mehr kosten.

Auch in der Schweiz ein Thema

Noch zügiger als die Studentenheime sollen die Ikea-eigenen Design-Budget-Hotels entstehen. In Deutschland seien «alle wichtigen Städte» im Fokus. Auch bei Ikea Schweiz sind sowohl Hotels als auch Studentenwohnheime ein Thema: «Ikea analysiert zurzeit, ob dies in der Schweiz Sinn macht», sagt PR-Managerin Virginia Bertschinger.

Inter Ikea ist ein von der Ikea-Schwester unabhängiges Unternehmen, dass ebenfalls von Ingvar Kamprad gegründet wurde. Vor einem halben Jahr wurde Inter Ikea für 9 Milliarden Euro die Namensrechte der Ikea-Warenhäuser überschrieben.

Im Bereich Immobilien hat Ikea bereits Erfahrung: In Skandinavien und England verkauft der Konzern seit Ende der 90er-Jahre Fertighäuser. Die «BoKlok» floppten aber wegen schlechter Qualität in Deutschland und schafften es deshalb nie in die Schweiz. (alp)

Alle Kommentare (2)

  • Steffen  Schmidt , Lausen
    Das müssen aber grosse Inbus-Schlüssel sein!! :-
    • 14.08.2012
    • 2
    • 1
  • Adi  Bichsel , Bern
    IKEA Hotels - Wohnst du schon oder schraubst du noch.
    • 14.08.2012
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    • 2

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