Grüner sind sie schon mal Was bringen die 5-Rappen-Säckli?

Bald schon gehören die weissen Raschelsäckli der Vergangenheit an. Die neuen Säckli kosten künftig 5 Rappen. Aber sind sie auch besser? Und wie viele Kunden steigen wirklich um?

Was nützen die 5-Rappen-Säckli wirklich? Sind sie grüner? play
Ab November gibt es in der Migros die neuen 5-Rappen-Säckli. PD

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Bald ist ausgeraschelt an den Kassen von Schweizer Grossverteilern. Der Ständerat schickte ein Verbot der weissen Gratissäckli bachab. Und machte damit den Weg frei für eine Branchenvereinbarung der Detailhändler.

Sie verzichten freiwillig auf die Abgabe der Einwegsäckli, oder der Kunde zahlt an der Kasse dafür. Migros und Coop verlangen künftig 5 Rappen für die neuen Einwegsäckli.

Aber ist Plastiksack nicht einfach Plastiksack? Sind die 5-Rappen-Säckli auch wirklich ökologischer? «Ja, die neuen Säckli bestehen aus Recycling-Material. Sie sind viel ökologischer als ein ähnlich Produkt aus normalem Plastik», sagt Migros-Sprecher Luzi Weber.

Geschlossener Kreislauf

Dafür wird bei der Migros Plastik verarbeitet, welches im Verteilzentrum in Neuendorf AG als Abfall anfällt. «Dieser geschlossene Kreislauf ist aus Sicht der Ressourceneffizienz besonders sinnvoll», sagt Weber. Hergestellt werden die Säckli des orangen Riesen in Deutschland. Laut dem Migros-Sprecher soll man damit vier bis sieben Kilo nach Hause tragen können.

Beim Konkurrenten Coop tönt es ähnlich. «Die Plastiksäckchen werden zum grössten Teil aus Plastikfolienabfällen verschiedener Coop-Verteilzentralen hergestellt. Sie bestehen zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial», sagt Sprecherin Andrea Bergmann zu BLICK. «Damit sind sie ökologischer als die heutigen Plastiksäckchen», sagt die Coop-Sprecherin. Und: «Wir beziehen sie bei einem Schweizer Lieferanten.»

94 Prozent weniger

Tests der Migros Genossenschaft im Kanton Waadt zeigen eindrücklich, wie sich der Preis von 5 Rappen auf das Verhalten der Kunden auswirkt. Die Menge der abgegebenen Raschelsäckli ist um 94 Prozent zurückgegangen. Coop will die Abgabe der weissen Gratis-Säckli um 80 Prozent reduzieren.

Bei der Migros gilt das neue Regime schweizweit ab dem 1. November. Coop startet im Oktober in zehn Zürcher Filialen, im Frühjahr 2017 sei man dann in allen 850 Supermärkten so weit, heisst es bei Coop. Denner, Volg, Spar und Manor haben noch keinen Entscheid gefällt.

Publiziert am 23.09.2016 | Aktualisiert am 23.09.2016
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10 Kommentare
  • Joe  Schmid 24.09.2016
    Und wieso farbige Plastiksäckli da wird etwas verbessert und gleichzeitig wieder durch die Farbstoffe aufgehoben
  • Hans-Jürgen  Steiniker aus Zofingen
    24.09.2016
    Schon wieder ein paar "Wichtigtuer", welche es (leider) geschafft haben in den Medien zu kommen. Diese Wichtigtuer sollten einmal mit offenen Augen durch die Strassen und Natur laufen. Wo liegen die Raschelsäckli herum und wo Alu-Dosen, Fast-Foot-Verpackungen mit Inhalt, Zigarettenpäckli, leere Schnapsflaschen, ect.?
    Es wäre schön, wenn diese Wichtigtuer sich auch für die wichtigen Dinge im Leben engagieren würden !
    Da gäbe es noch sehr viel Handlungsbedarf !
  • Michael  Rudolf 24.09.2016
    Coop will die Abgabe der weissen Gratis-Säckli um 80 Prozent reduzieren.
    Im gleichen Artikel steht aber geschrieben, dass eben diese Säckli verboten würden - also es werden nur noch 20 Prozent der dann verbotenen Säckli abgegeben.
  • Thomas  homberger 24.09.2016
    Interessant 5 fach Verpackung erlaubt aber wegen einem Säckli einen aufstand machen ist doch völlig am Problem vorbei. Ich sehe andere sachen die wirklich zu tausende rumliegen als das kernproblem. Dosen, und MC Donald säcke und viele ähnliche sachen. Nur weil man es bei einem Schweizer Liferant bezieht heisst es nicht das von der Schweiz kommt ..... wetten das säckli kommt von china und es ist ja soo umweltfreundlich wenn die sachen weltweit kommt. Hauptsache "Recycling" woher es kommt egal...
  • Remo  Albrecht aus Höri
    23.09.2016
    Wenn die Bürger bald für alles zusätzlich zur Kasse gebeten werden, müssen die Konzerne nicht weiter jammern, dass die Einkaufsverhalten einbrechen. Bei uns wirft niemand die Säckli ins Meer oder verbrennt diese im Garten mit Hausratabfällen um Geld zu sparen.
    Wieso sollen Tankstellenshops davon ausgenommen werden? Man kauft dort unkontrolliert ein, wie erwähnt? Auch im Auto kann man eine Einkaufstasche mitführen und diese gebrauchen. Dieses Argument ärgert, entweder alle oder keiner.