Ein Jahr Euro-Mindestkurs Grächen setzt weiter auf 1.35

  • Publiziert: 06.09.2012
  • Ulrich Rotzinger

Vor einem Jahr hat die Nationalbank SNB den Euro bei 1.20 Franken festgehämmert. Just zum SNB-Jahrestag legt der Walliser Familien-Ferienort Grächen nach.

Der Walliser Familien-Ferienort ist auch im Winter Euroland. Tourismusdirektor Berno Stoffel bestätigt BLICK: «Wir machen weiter. Wie im letzten Jahr gilt im Winter ein Euro-Kurs von 1.35 Franken.» Eine entsprechende Kampagne werde morgen Freitag lanciert.

Der Erfolg im Sommer, als der Euro sogar 1.40 Franken wert war, gab den Ausschlag für die Weiterführung der Aktion. Die Euroland-Gäste blieben nicht aus wie in anderen Orten. Im Gegenteil: «Wir hatten diesen Juli 25 Prozent mehr Hotelübernachtungen als im Juli 2011», freut sich Stoffel.

«Das unternehmerische Risiko hat sich also für alle Beteiligten gelohnt.» Wieder machen über 100 Betriebe bei der Aktion mit. Dazu gehören Besitzer von Ferienwohnungen, Hotels, Bergbahnen und Sportgeschäfte.

Schon in den letzten Wochen bekam Stoffel immer wieder Anfragen von ausländischen Gästen aus Deutschland, Österreich und Holland, die sich nach der Fortführung der Euro-Aktion erkundigten. «Das gibt uns Hoffnung für die bevorstehende Wintersaison», sagt Stoffel.

Gültig ist das Angebot von 5. bis 26. Januar 2013 und von 2. März bis 14. April 2013.

Weil ein massiver Einbruch der Gästezahlen aus den Euroländern drohte, spielte der Familienkurort Grächen VS seit letztem September Nationalbank. Wer in Euro bar bezahlte, erhielt als Gegenwert zuerst 1.35 Franken, im Sommer gar 1.40 Franken.

Beliebteste Kommentare

  • marco  schwab , zürich
    Die eigentlichen Profiteure dieser ganzen Situation sind die schweizer Treuhänder, haben sie gewusst, dass Umrechnungsdifferenzen nicht steuerbar sind? wurde ihnen so auch Geld unterschlagen?
    • 06.09.2012
    • 23
    • 3
  • Peter  Stoffel , Rorschach
    Ein Affront an die Schweizer, die in Graechen Urlaub machen. Der ehrlichere Weg wäre ganz einfach eine Preissenkung.
    • 06.09.2012
    • 21
    • 8

Alle Kommentare (6)

  • Olivier  Andenmatten , Grächen , via Facebook
    Liebe Schweizer Gäste
    In Grächen können alle mit EURO bezahlen, nicht nur Gäste aus
    der EUROzone. Wir haben schon seit vielen Jahren über 60 Prozent aller Gäste aus der Schweiz. Also liebe Schweizer werdet eure EUROs los in Grächen... Viel Spass!
    • 06.09.2012
    • 2
    • 2
  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Ja wir sind auf dem richtigen Weg!
    Bald macht jede Stadt den eigenen Wechselkurs!
    Das kann ja heiter werden!
    • 06.09.2012
    • 14
    • 1
  • Josef  Schmid , Muttenz
    Warum darf ich als Schweizer nicht mit Euro bezahlen??? Ist das gerecht?? Deshalb bin ich in Oesterreich besser gehalten.
    • 06.09.2012
    • 16
    • 5
  • franzl  schlecknbaur
    Mal eine ganz DUMME FRAGE? Ist es an uns den € zu stützen, wenn die EU nicht besser haushalten kann! Denke es wird langsam zur Manie, dass die Schweiz so Ihren Obolus bezahlt an die EU!
    • 06.09.2012
    • 14
    • 5
  • marco  schwab , zürich
    Die eigentlichen Profiteure dieser ganzen Situation sind die schweizer Treuhänder, haben sie gewusst, dass Umrechnungsdifferenzen nicht steuerbar sind? wurde ihnen so auch Geld unterschlagen?
    • 06.09.2012
    • 23
    • 3
Seite 1 2 »
Seitenanfang

Top 3

1 Benzin soll teurer werden Leuthard will den Autofahrern an den Kragenbullet
2 Rudolf Wehrli von Economiesuisse «Rente rauf, PK-Beiträge runter»bullet
3 Credit Suisse warnt «Gold bricht ein»bullet

Wirtschaft