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Geschmuggelte US-Staatsanleihen sind Fälschungen

Es schien der Finanz-Coup des Jahrhunderts zu sein, doch jetzt ist klar: Die an der Schweizer Grenze sichergestellten Wertpapiere im Wert von mehr als 134 Milliarden Franken sind Fälschungen.

Aktualisiert um 11:06 | 18.06.2009
Die US-Staatsanleihen im doppelten Boden des Koffers, den zwei japanische Reisende über die Grenze in die Schweiz bringen wollten, sind nicht echt. «Das sind eindeutig Fälschungen», sagt Stephen Meyerhardt, ein Sprecher des US Bureau of the Public Debt in Washington. «Darüber hinaus liegt der Nennwert weit über dem, was überhaupt realistisch wäre.»

Fälligkeit von mehr als fünf Jahren

Die italienische Finanz-Polizei forderte die US-Behörde Securities and Exchange Commission zur Authentifizierung der sichergestellten Anleihen mit einem Nominalwert von mehr als 134 Milliarden Dollar auf. Laut Rodolfo Mecarelli, Oberst der Guardia di Finanza in Como, sind die Wertpapiere, die in Chiasso beschlagnahmt wurden, wahrscheinlich gefälscht.

Die meisten haben eine Fälligkeit von mehr als fünf Jahren. Das Schatzamt stoppte die Ausstellung solcher Inhaberschuldverschreibungen laut Meyerhardt im Jahr 1982.

Eigner wäre der viertgrösste Gläubiger der US-Regierung

Wären die Papiere echt, wäre der Eigner der viertgrösste Gläubiger der US-Regierung, und zwar noch vor England mit 128 Milliarden Dollar Schulden und hinter Russland mit 138 Milliarden Dollar.

Nach Angaben der italienischen Behörden, enthielt der Koffer 249 Wertpapiere mit einem Nennwert von jeweils 500 Millionen Dollar und 10 zusätzliche Anleihen mit einem Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar.
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