Geschäft mit Luxusuhren läuft schlecht 51 Prozent weniger Gewinn bei Richemont

Richemonts Gewinn bricht ein. Er fällt im ersten Halbjahr 2016/17 auf 540 Millionen Euro. Der Luxusuhrenkonzern kämpft mit rückläufigen Verkäufen. Jetzt kommt die Stunde von IWC-Chef Georges Kern.

Niemand will Luxusuhren: 50 Prozent Gewinneinbruch bei Richmont play
Mitte September warnte Richemont bereits vor einem Gewinneinbruch. ZVG

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Bereits Mitte September schreckte Richemont die Investoren mit einer Warnung auf: Der Halbjahresgewinn werde vermutlich um 45 Prozent schrumpfen. VR-Präsident Johann Rupert (66) sprach von Überkapazitäten am Luxusgütermarkt.

Jetzt liegen die definitiven Zahlen für das erste Halbjahr 2016/17 vor. Der führende Schweizer Luxusuhrenkonzern fuhr ein Gewinneinbruch von 51 Prozent auf 540 Millionen Euro ein. Der Umsatz fiel um rund 700 Millionen Euro auf 5,09 Milliarden Euro, wie das Unternehmen heute mitteilte. 

Mit dem Gewinnausweis hat Richemont die Erwartungen der Luxusgüteranalysten, die die Nachrichtenagentur AWP befragt hat, klar verfehlt. Sie rechneten mit einem Gewinn von 656 Millionen Euro.

Georges Kern muss es richten

Mit den Resultaten gibt Richemont Wechsel im Management bekannt. Heraus sticht die Nominierung des Schaffhauser Uhrenkönigs Georges Kern (51). Der bisherige IWC-Chef wird neuer Leiter Uhren, Marketing und Digitales im Richemont-Konzern. 

Richemont-CEO Richard Lepeu (64) hat seinen letzten Arbeitstag am 31. März 2017. Dann will er sich in den Ruhestand verabschieden, wie aus der Medienmitteilung hervorgeht. Auch verlässt Finanz-Chef Gary Saage (66) den Konzern, und zwar per Ende Juli 2017. Saage habe sich dazu entschieden zu seiner Familie in den USA zurückzukehren, heisst es.

Präsident Rupert zeigt sich in der Mitteilung von den langfristigen Aussichten für Produkte mit hoher Qualität, insbesondere auch für Uhren und Schmuck, nach wie vor überzeugt. Zum Ausblick machte er jedoch keine Angaben, auch nicht zum Oktober-Geschäft Richemonts.

Publiziert am 04.11.2016 | Aktualisiert am 05.11.2016
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5 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    04.11.2016
    Ich kenne nur zwei Uhrenmarken und das sind für den Sonntag eine Patek Philippe und sonst ziert das Handgelenk eine Rolex Day Date und damits nicht so protzig wirkt und glitzert, ist sie aus dezentem Platin.
  • Eugen  Inauen 04.11.2016
    Wenn man bei einer Firma arbeitet die mit Bucherer
    eine Rabatt Vereinbarung getroffen hat, dann
    kriegt man 5-10 Prozent Rabatt.
  • Cyrill  Augsburger , via Facebook 04.11.2016
    Warum sollte man in einem Luxusuhrengeschäft über die Preise verhandeln? Ist doch ein ganz normales Geschäft, wie jedes andere auch... Machen Sie das auch in der Migros?
  • peter  schneiter 04.11.2016
    Ja diese Ürli sind eben auch für Reiche zu teuer. Die Qualität hinkt seit Jahren. Und gehen sie mal in einen solchen Luxusstore, sie fühlen sich gar nicht wohl, schlimmer als in einer Bank und ausserdem verhandeln sie mal über den Preis. Sie kriegen nichts.
    • Amanda  Woodward aus Schwyz
      04.11.2016
      Sind Sie sicher? Ich bekomme bei Bucherer in Luzern für Rolex immer 5 Prozent. Das letzte Mal vor drei Jahren. Qualitätsprobleme kenne ich nicht. Über das Ambiente lässt sich natürlich streiten, aber ich fühle mich als Kunde stets wohl dort.