Geldpolitik: Franken ist gemäss Andréa Maechler noch immer überbewertet

ZÜRICH - ZH - Seit vergangenem Sommer hat sich der Franken abgeschwächt. Er sei aber weiterhin überbewertet, sagt Andréa Maechler, Direktoriums-Mitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB).

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Wirtschaft

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Ihr zufolge zeigt der Negativzins Wirkung, den Franken als Anlagewährung weniger attraktiv zu machen. «Es ist schwierig, den Effekt zu quantifizieren, aber er ist erwiesen», sagt die Genferin in einem Interview mit der Zeitung «Le Temps» vom Montag.

Maechler, die seit letztem Juli im Amt ist, sagt, es finde unter dem Strich ein Kapitalabfluss aus der Schweiz ins Ausland statt: «Dies war im zweiten und dritten Quartal 2015 der Fall. Wir warten nun auf die Bestätigung mit den Zahlen für das letzten Quartal.»

Ihr zufolge ist der Franken weniger eine Fluchtwährung als in der Vergangenheit. Dies liege auch daran, dass die wirtschaftlichen Spannungen von Asien ausgegangen seien. Von dort sei das Kapital nicht Richtung Schweiz abgeflossen, sondern eher nach Japan, was sich auf den Kurs des Yen auswirkte.

Trotz all dem müsse man weiter wachsam sein. Die Risiken im Ausland hätten sich akzentuiert. Ein Brexit beispielsweise hätte schwer abschätzbare Folgen für den Franken. Solche Faktoren müsse man im Auge behalten.

In der Industrie habe der starke Franken die Notwendigkeit struktureller Reformen vergrössert, sagt Maechler. Die Branche habe zudem die Preise senken müssen, was dazu geführt habe, dass die Exporte mengenmässig gestiegen seien.

Die Industrie habe für die Schweizer Wirtschaft in den vergangenen Jahren aber nicht an Bedeutung verloren. Sie sei nach wie vor wichtiger als im Durchschnitt der entwickelten Länder. (SDA)

Publiziert am 07.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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Andréa Maechler an einer Medienkonferenz im Dezember. «Der Franken ist heute weniger eine Fluchtwährung als in der Vergangenheit», sagt sie in einem am Montag publizierten Interview. (Archiv) play
Andréa Maechler an einer Medienkonferenz im Dezember. «Der Franken ist heute weniger eine Fluchtwährung als in der Vergangenheit», sagt sie in einem am Montag publizierten Interview. (Archiv) KEYSTONE/LUKAS LEHMANN

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