Geldpolitik Eurokurs steigt vor Fed-Entscheid über 1,11 Dollar

Frankfurt/Main – Die US-Notenbank Fed wird am Mittwoch ihre vorletzte Zinsentscheidung in diesem Jahr bekanntgeben. Auch aufgrund des ungewissen Ausgangs der Wahlen in den USA wird nicht mit einer Fortsetzung der Ende 2015 gestarteten Zinswende gerechnet.

US-Notenbank Fed: Eurokurst steigt vor Janet Yellen-Entscheid an play
Die Fed-Chefin Janet Yellen will vor den US-Wahlen kaum noch Veränderungen bei den Zinsen. Heute wird der Entscheid bekannt. (Archiv) KEYSTONE/AP/CHARLES KRUPA

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Notenbankchefin Janet Yellen wolle wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl nicht noch für Unruhe an den Märkten sorgen, sind sich fast alle Ökonomen einig. Die Tür für eine Leitzinserhöhung im Dezember dürfte die Fed jedoch weit offen lassen.

Seit der grossen Finanzkrise hat die US-Notenbank lediglich einmal im Dezember 2015 den Leitzins auf eine Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent angehoben. Danach wurden weitere Erhöhungen mit unterschiedlichen Begründungen immer wieder verschoben.

Yellen hat einen Einfluss der Präsidentschaftswahlen auf den geldpolitischen Kurs der Notenbank zwar verneint. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Reaktion der Märkte auf den Ausgang der Wahl am 8. November eine wichtige Rolle für die Fed spielt.

Der Populist und politische Quereinsteiger Donald Trump hat die US-Notenbank und deren Vorsitzende Janet Yellen mehrfach verbal scharf attackiert. Wegen Trumps Unberechenbarkeit wird die Demokratin Hillary Clinton an den Finanzmärkten als künftige Präsidentin bevorzugt. Das britische Analysehaus Capital Economics hält sogar einen Rücktritt von Yellen im Falle eines Wahlsiegs Trumps für möglich.

Die steigenden Siegchancen von Donald Trump haben am Mittwoch jedenfalls den Devisenmarkt dominiert. Der US-Dollar stand auf breiter Front unter Druck. Davon profitierte der Eurokurs, der seine Vortagesgewinne ausbaute. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1115 Dollar und damit so viel wie seit gut drei Wochen nicht mehr. Zuletzt lag der Kurs bei 1,1111 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1095 (Dienstag: 1,1025) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9013 (0,9070) Euro. Noch deutlichere Gewinne als der Euro verbuchte der japanische Yen, der unter Anlegern als sicherer Hafen in unwägbaren Zeiten gilt. (SDA)

Publiziert am 02.11.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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