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Die UBS schafft sich in den USA mehrere Klagen wegen Betrugs vom Hals. Und nimmt dafür viel Geld in die Hand. Fast 20 Milliarden Franken. Für diese Summe muss sie ihren Kunden Auction Rate Securities (ARS) abkaufen.
Für die in Verruf geratenen Anlageprodukte bezahlt die UBS den Nennwert. Also den Preis, den die Kunden ihr einst bezahlt haben. Dies obwohl die Papiere seit dem Verkauf an Wert verloren haben.
Mehr noch: Wegen der Hypokrise ist der ARS-Markt im Februar komplett zusammengebrochen. Die Anleihen will niemand mehr kaufen. Anders gesagt: Die UBS gibt 20 Milliarden aus für Papiere, die zurzeit unverkäuflich sind. Warum tut sie das? Schliesslich geht doch jeder Anleger das Risiko ein, bei Wertpapiergeschäften Geld zu verlieren.
Der heikle Punkt: Die UBS hat die ARS als sichere, bargeld-ähnliche Anlage verkauft. Doch als der Markt im Februar kollabierte, blieben die Investoren auf ihren Papieren sitzen. Dass unter den Kunden auch viele amerikanische Gemeinden waren, machte die Sache noch schlimmer.
Und zu einem gefundenen Fressen für zwei Scharfmacher: die Staatsanwälte Andrew Cuomo aus New York und William Galvin aus Boston. Sie haben der UBS das Messer an den Hals gesetzt.
Laut Galvin und Cuomo wurden die ARS auch dann noch als sichere Anlagen angepriesen, als die Manager der Bank längst wussten, dass der Markt vor dem Kollaps steht. Cuomo bezichtigte die UBS deshalb des «Multi-Millionen-Dollar-Betrugs» (im BLICK).
Der Deal mit den Staatsanwälten geht aber noch weiter. Der UBS wird eine Busse aufgebrummt. Und was für eine: fast 160 Millionen Franken. Weitere Details sollen erst am Montag bekannt werden.
Die angeschlagene Bank muss weitere Verluste in Kauf nehmen. Durch die Busse, Abschreiber auf den ARS sowie weitere Kosten läppern sich 900 Millionen zusammen. Hinzu kommen neue Subprime-Abschreiber, die wohl am Dienstag mit den Quartalszahlen bekannt werden. Rechnet man alles zusammen, nähern sich die Verluste den 50 Milliarden an.
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Andrew Cuomo: Der Staatsanwalt zwang die UBS in die Knie. (Reuters)