Geisterstimmung an Börse - 150 Milliarden Franken vernichtet: Warum der Crash auch Leute ohne Aktien trifft

Die Aktienmärkte sind auf Talfahrt. Der SMI hat seit Anfang Jahr 13 Prozent an Wert verloren. 150 Milliarden Franken wurden vernichtet. BLICK erklärt, was das bedeutet.

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Keine Fasnachtslaune: Eine verkleidete Börsenhändlerin beobachtet die Kurse heute in Frankfurt.

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Markus Lackner (37), Anlagespezialist beim VZ VermögensZentrum.

Herr Lackner, der SMI rasselt in den Keller. Allein heute 2,5 Prozent. Was ist der Grund für den Absturz?

Das ist eine Reaktion der Anleger auf die unsicheren konjunkturellen Entwicklungen in China. Sie fürchten, dass sich das globale Wirtschaftswachstum deutlich verlangsamt.

Leute ohne Aktien können sich also freuen. Sie verlieren nichts.

Nein! Weil zum Beispiel die AHV und Pensionskassen ebenfalls Aktienanlagen tätigen müssen, sind indirekt auch die Versicherten betroffen. 

Anmerkung von BLICK: Versicherte = alle jene, die arbeiten und in die AHV und Pensionskasse Geld einzahlen. 

Das klingt beängstigend. Wie steht es um unsere Vorsorge-Vermögen?

Pensionskassen müssen die Guthaben ihrer Versicherten in einem Umfeld anlegen, das sehr unsicher ist und kaum noch Zinserträge ermöglicht. Vorsorgeeinrichtungen verfolgen aber langfristige Strategien, höhere Schwankungen sollten mit der Zeit mit höheren Renditen abgegolten werden.

Wie sollen sich Kleinaktionäre jetzt verhalten? 

Vor allem Ruhe bewahren und an der eingeschlagenen Anlagestrategie festhalten. Wer nicht mehr ruhig schlafen kann, sollte seine Strategie überprüfen und Risiken reduzieren.

Ist das jetzt die grosse Korrektur an den Börsen?

An den Aktienmärkten kommt es immer wieder zu grösseren Schwankungen. Wie weit eine Korrektur geht, lässt sich im Vorfeld nicht voraussagen. Aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass Angst oder Panik schlechte Ratgeber für übereilte Aktienverkäufe sind.

Wie gehts an den Börsen nun weiter? Wann kommt die Erholung?

Im Vergleich zu den makroökonomischen Rahmenbedingungen erscheint die Marktreaktion der letzten Wochen überzogen. Damit ist die Basis für eine grössere Erholungsbewegung gegeben. Anleger sollten ihre Anlagestrategie jedoch immer langfristig auslegen und sich nicht durch grosse Kursschwankungen verunsichern lassen.

Publiziert am 09.02.2016 | Aktualisiert am 10.05.2016
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4 Kommentare
  • Rene  Mayenzet aus Udon Thani
    10.02.2016
    diese Einsen und Nullen kommen wieder zum Vorschein, keine Sorge, aber sehr wahrscheinlich mit einem anderen Besitzer. Alles reines Casino, wo verboten werden sollte.
  • oskar  meier 09.02.2016
    Es gibt einfach zu viele Betrüger und Abzocker auf dieser Welt.
  • Sarah  Meyers aus Wohlen AG
    09.02.2016
    150 Milliarden Franken wurden nicht vernichtet. Sie wurden nur aus dem Aktienmarkt abgezogen und eventuell woanders investiert. Vielleicht werden sie ja auch wieder reinvestiert sobald sich ein Ende der Talfahrt abzeichnet. Immer diese Panikmache von wegen Geld vernichtet usw.
  • RONALD  SCHMID aus MIAMI
    09.02.2016
    Dank der ewigen Geld Druckerei der Zentralbanken und volksbetruegerischen Tiefstzins Politik, aber nur fuer die Finanz Elite erleben wir anstatt weltweites Wachstum in echtem Wirtschaftwachstum nur Papier und Devisen Wachstum, trotz der zinsfreien Milliarden Geschenke an die Finanz Elite immer wieder kommt ein Crash. Und jedesmal wird die Mittelschicht nur noch duenner und die Betrueger reicher.