Geheimniskrämerei beim Telecom-Anbieter Wer telefoniert eigentlich mit Salt?

Noch im ersten Quartal 2015 hatte Salt 2,17 Millionen Kunden. Weitere Vergleiche mit der Konkurrenz von Swisscom und Sunrise wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Salt verzichtet in Zukunft darauf, Auskunft über die Umsatz- und Kundenzahlen zu geben.

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Wenn es darum geht, die neue Billig-Offensive an den Kunden zu bringen, sucht der Mobilfunkanbieter Salt gerne das Rampenlicht. Bei den Umsatz- und Kundenzahlen lässt sich der drittgrösste Schweizer Telekomanbieter künftig aber nicht mehr in die Karten schauen,wie  Recherchen von BLICK zeigen.

Noch im ersten Quartal 2015 telefonierten 2,17 Millionen Handykunden mit Orange, wie Salt damals noch hiess. Wie viele es im zweiten Quartal sind, bleibt geheim. Auch wie sich der Namenswechsel auf die Anzahl Kunden auswirkt. Vergleiche mit Swisscom (6,57 Mio. Handykunden) und Sunrise (3,17 Mio.) sind nicht mehr möglich.

Was soll diese Geheimniskrämerei? Man habe die Kommunikation gegenüber den Investoren angepasst, heisst es bei Salt. Alle notwendigen Informationen würden ihnen aber weiterhin vorgelegt.

Oliver Zadori (32) vom Telekom-Vergleichsdienst Dschungelkompass.ch hält diese Geheimhaltungstaktik durchaus für sinnvoll. «Auch wenn das nicht gerade transparent ist», wie er sagt. Salt wolle mit tiefen Preisen Marktanteile gewinnen. «Und einen allfälligen Erfolg vor der Konkurrenz geheim halten, damit niemand so schnell auf diese Strategie aufspringt.»

Das ist aber noch nicht alles: Nach 16 Jahren steigt Salt überraschend als Sponsor der Open-Air-Kinos in Zürich, Bern, Basel und Genf aus. Noch im April hiess es, das Unternehmen wolle an der Freiluftkino-Tradition festhalten. So spart Salt einen einstelligen Millionenbetrag.

Hält das Unternehmen beim Marketing die Kosten tief, um die Kampfpreise der neuen Angebote zu finanzieren? Bei Salt winkt man ab. Man richte die Sponsoringstrategie neu aus. Man wolle Produkte direkter bewerben und nicht nur die Marke stärken, heisst es.

«Orange war eine emotionale Marke, zeigte in den TV-Spots glückliche Menschen. Preise wurden nie genannt», sagt Experte Zadori. «Salt dagegen setzt auf Produkte, rückt den Preis in den Vordergrund. Ein Anlass wie ein Open-Air-Kino passt da nicht ins Konzept.»

Publiziert am 04.09.2015 | Aktualisiert am 04.09.2015
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13 Kommentare
  • Curdin   Cavegn 04.09.2015
    Orange / Salt ist der schlechteste Telefonanbieter den ich je hatte. Zum Glück bin ich jetzt beim Marktleader. Auch in meinem Umfeld haben 80 Prozent der Orange/Salt Kunden in den letzten 12 Monaten dort gekündigt. Also kein Wunder dass die keine Zahlen mehr veröffentlichen. Ich bin mir sicher die haben 400000 Kunden verloren durch den katastrophalen Service und falsche Rechnungen.
  • Stefan  Soffner aus Uffikon
    04.09.2015
    Salz im Wasser senkt die Siedetemperatur. Was senkt Salt. im Handy?
  • Peter  Studer aus Zurich
    04.09.2015
    Die neuen Angebote mit der Europa flatrate gefallen mir schon ganz gut. Auch der Preis ist attraktiv. Da ich sowieso bereits auf dem Netz von Salt telefoniere UPC und damit zufrieden bin, habe ich einen Wechsel definitiv auf dem Schirm.
  • Jürg  Villard aus Winterthu
    04.09.2015
    War über 10 Jahre zufriedener Orange Kunde. Salt habe ich kürzlich gekündigt. Habe zu Lidl gewechselt. Zufolge mehrer Monat Aufenthalte im Ausland bezahle ich so keine Gebühren!
  • Pausen  Klaun aus Sarnen
    04.09.2015
    Ich hatte bei Orange mehrmals reklamiert, dass ich Dank miesen Empfang in meinem Kanton, weder praktisch nie erreichbar sei, noch jemanden anderen anrufen könne... So sei das Handy für mich unbrauchbar - was sie gedenken dagegen zu tun? Antwort: "Nichts, kein Anbieter könne den Empfang garantieren...!!!" Danke für nichts, aber dafür immer schön die Gebühren zahlen... Habe nun ein M-Budget-Abo - und überall Empfang...!!!
    • Martin  Fallegger aus Grossdietwil
      04.09.2015
      Ja dies läuft auch über Swisscom meines Wissens, mit Swisscom kommt man praktisch überall durch