Gegen Essensverschwendung: Äss-Bar rettet 40 Tonnen Backwaren

BERN - Damit nicht so viele Essen im Abfall landet, verkauft die Berner Äss-Bar Weggli und Co. vom Vortag zu günstigeren Preisen. Bald sollen neue Filialen des Essens-Sparers eröffnet werden.

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Die Äss Bar aus Bern will gegen die Verschwendung von Lebensmitteln vorgehen. zvg

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Über zwei Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Schweizer Müll – aber nicht etwa verdorbenes, sondern einwandfreies Essen. Das ist etwa ein Drittel aller Schweizer Lebensmittel, wie die Berner «Äss-Bar» erklärt. Die will nicht mehr, dass so viel Essen verschwendet wird und als «Foodwaste» im Abfall landet.

Liefer-Service mit Brot von gestern

Unter dem Motto «Frisch von Gestern» eröffnete die «Äss-Bar» in der Berner Marktgasse. Dort und an mehreren Verkaufsstellen in Zürich, Winterthur und ab Mai in St. Gallen Weggli, Zuckerschnecken und Co. vom Vortag. Die Preise sind deutlich günstiger als in einer normalern Bäckerei. Bei Bedarf gibt es auch einen Liefer-Service für Anlässe.

Dafür arbeitet die «Äss-Bar» mit verschiedenen Bäckereien aus dem Grossraum Zürich und Bern zusammen, die Backwaren und Patisserie abgeben und sie damit vor dem Abfall retten.

Vielleicht eine zweite Filiale in Bern

So konnten insgesamt 40 Tonnen Backwaren seit der Eröffnung in Bern vor einem Jahr unter die Leute statt auf den Müll gebracht werden, wie «Äss-Bar» erklärte.

Man habe mit diesen Mengen gerechnet. «Trotzdem ist diese Zahl eine Riesen-Freude», sagt Geschäftsführer Simon Weidmann gegenüber dem Landwirtschaftlichen Informationsdienst.

In Bern prüft man aufgrund der Nachfrage, ob man einen zweiten Laden eröffnen wird.

Publiziert am 04.03.2016 | Aktualisiert am 04.03.2016
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  • Beat  Engelberger 04.03.2016
    Gibt ja genug Bäcker, welche ihr altes Zeug vom Vortag, zum normalen Preis den Kunden andrehen.
    In dem Shop weiss man wenigstens was man kriegt.
  • Daniel  Feer aus Luzern
    04.03.2016
    Hallo Frau Häuserman, ich denke Sie gehören in die Kategorie jener Leute, die Obst oder sonstige Früchten mit flecken oder leichten Dellen nicht kaufen. Wegen einem oder zwei Tagen abgelaufener Ware bilden sich nicht solche katastrophalen, ja vielleicht Tödlichen Keime! Also Bitte, man kann alles übertreiben! Ihre Aussage ist schlicht lächerlich.
  • Susanne  Reich 04.03.2016
    Ein solches Beispiel sollte Schule machen. Coop wollte doch mal B-Ware im Laden verkaufen, weshalb wurde daraus nichts? Wäre bereit, weniger schöne Ware für weniger Geld zu kaufen und ich denke, ich wäre da nicht die Einzige. Besonders heute, wo bei vielen Leuten das Geld immer knapper wird. Es ist doch eine Schande, dass wir einwandfreie Lebensmittel wegwerfen. Oder steht evtl. irgend eine Lebensmittelverordnung dagegen? Dann sollte man diese schleunigst ändern!
  • Karen  Mind 04.03.2016
    Die Bäckereien könnten die Ware selber auch günstiger abgeben. Aber da muss man auch 5 minuten vor Ladenschluss noch den vollen Preis bezahlen.
    • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
      05.03.2016
      Ich kenne Bäcker, die entweder schon am Abend oder dann am nächsten Tag, die Ware zum reduzierten oder halben Preis verkauften.
      Ich habe früher meinen Migros-Wocheneinkauf am Samstag immer eine Stunde vor Ladenschluss gemacht.
      Das war der Zeitpunkt, als die Mitarbeiter mit den 50 Prozent Klebern die Runde machten.
  • Geraldine  Häusermann aus Mühlethal
    04.03.2016
    Das wird ja spannend wenn zum ersten Mal der nette Mann seitens Kanton Proben mit sich ins Labor nimmt...........

    Aerobe Mesophile Keime und andere Kulturen werden sich von ihrer absolut schönsten Seite zeigen.

    Die Idee ist wunderbar, funktioniert aber leider nicht.........
    • Heinz R.  Staub 04.03.2016
      Das ist eine ziemlich schwache Antwort. Wenn sie Recht hätten, würden jetzt Tausende im Spital liegen, ja ja, mit 40 Tonnen verdorbener Ware wäre das schon möglich.
    • Jsa  Sigron aus Schangnau
      04.03.2016
      Sie schwimmen offenbar im Geld, dass Sie solchen Unsinn verzapfen? Früher hatte man auch kein Problem damit, die graue Haut auf der Konfitüre abzulöffeln und der Rest wurde gegessen- fragen Sie mein Grosi, ist immerhin schon 85 Jahre alt! Brot ist nie hart- kein Brot ist hart. Aber eben, Ablaufdatum überall damit ja die Hersteller kassieren können und andere verhungern auf diesem Planeten.
    • Sarah  Keller 05.03.2016
      Backwaren sind ja nicht Backwaren. Eine Crèmeschnitte , am frühen Morgen hergestellt, würde ich bis am selben Abend essen, wenn die Kühlkette nicht lückenlos vorhanden ist. Sonst problemlos auch noch am nächsten Tag. Brot hingegen, Cakes, trockene Kuchen und Hefegebäck wie Nussgipfel oder Berliner kann man problemlos am nächsten Tag geniessen, dasselbe gilt für Blätterteiggebäck ohne Crèmefüllung bzw. Rahm oder Eier. Ich denke, die Leute, die das verkaufen, wissen schon, was geht und was nicht.
    • Sarah  Keller 05.03.2016
      @Jsa Sigron
      Schon richtig, was Sie sagen. Man ist ja heute aber auch weiter als früher und weiss, dass Schimmel auf Konfi zwar weggemacht werden kann, dies aber trotzdem nicht für alle Leute zu empfehlen ist. Spuren der Gifte können durchaus noch im Rest der Konfi verbleiben, und gerade Leute mit Leber-Problemen oder -Krankheiten oder angeschlagenem Immunsystem würde ich dringend von dieser "Sparmassnahme" abraten. Wer nicht regelmässig Konfi isst, fährt mit kleinen Portiönchen wohl besser.
    • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
      05.03.2016
      Ich müsste schon seit Jahren tot sein. Einen grossen Zopf vom Beck oder sogar von der Migros habe ich jeweils am Samstag gekauft, manchmal aber erst am Dienstag fertiggegessen, da Single.
      Sogar seit 2 Wochen abgelaufene Cervelats oder Pouletschnitzel -vakuumverpackt- habe ich überlebt.