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Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse fordert mehr Lohn – trotz Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit. Lohnerhöhungen stützten den Privatkonsum und somit das Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft.
Die Forderung dürfte bei Arbeitgebern auf wenig Gehör stossen. Soeben wurde bekannt, dass Firmen Löhne kürzen um Stellen zu retten. Etwa der Industriekonzern Rieter: Dort sollen die Angestellten auf zehn Prozent Lohn verzichten (blick.ch berichtete).
Travail.Suisse malt dagegen ein düsteres Bild, sollten die Schweizer immer weniger Geld im Sack haben: Im kommenden Jahr drohe der private Konsum einzubrechen. Zudem sinke das verfügbare Einkommen wegen der steigenden Krankenkassenprämien.
Zwei Prozent mehr Lohn
Reale Lohnerhöhungen von bis zu 2 Prozent seien namentlich im Gewerbe sowie bei den Unternehmen des Service public und der öffentlichen Hand angebracht und volkswirtschaftlich sinnvoll. Dies sei als Teil eines Konjunkturprogramms zu betrachten.
Während der Hochkonjunktur seien die Arbeitnehmenden «die Geprellten» gewesen, da die Löhne im Vergleich zum Bruttoinlandprodukt (BIP) nur moderat gewachsen seien. «Es besteht nach wie vor ein frappanter Lohnrückstand», erklärte Travail.Suisse weiter.
Profitieren von den Lohnerhöhungen sollen vor allem die tiefen Einkommen. Für Manager sei eine Nullrunde angesagt. Dies werde dazu führen, dass sich die Lohn-Schere wieder etwas schliesse, dass also die Unterschiede zwischen den hohen und tiefen Löhnen in einem Unternehmen wieder abnähmen. (SDA/zum)