Galaxy-Hersteller bietet Note-7-Opfer «Entschädigung» Dieses Video wollte Samsung verschwinden lassen

In China wollte Samsung ein Video verhindern, das ein brennendes Galaxy Note 7 zeigt. Dafür boten Mitarbeiter des Konzerns dem Filmer 900 Dollar «Entschädigung». Der Kunde liess sich aber nicht auf den Deal ein.

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Der Samsung-Skandal wird immer skurriler: Als ob die explodierenden Akkus nicht schon genug Schaden angerichtet haben, schreibt jetzt Samsung mit Bestechung von Konsumenten Negativschlagzeilen.

Konkret geht es um einen Kunden aus China, der von seinem verschmorten Galaxy Note 7 Videoaufnahmen angefertigt hat und diese im Netz verbreiten wollte. Als der koreanische Hersteller davon Wind bekam, entsandte dieser eiligst zwei Mitarbeiter zum Besitzer. Diese boten ihm eine «Entschädigung» von umgerechnet 900 Dollar an, wenn er die ganze Sache unter den Teppich kehren würde und das Video nicht veröffentlichte.

Samsung Bestechungsskandal: Zahlt Chinesen 900 Dollar für Galaxy-Video play
Verschmort und unbrauchbar: Ein Galaxy Note 7 von Samsung. Shawn L. Minter

Zhang Sitong, wie der ehemalige Feuerwehrmann laut einem Bericht der «New York Times» heisst, schickte die Samsung-Vertreter aber von dannen. Er entschied sich, das Video online zu stellen.

Zhang fühlt sich von Samsung über den Tisch gezogen. «Man sagte mir, in China gäbe es keine Probleme mit den Handys. Ich komme mir getäuscht vor.»  

Samsung sah sich daraufhin gezwungen, ein Statement zu veröffentlichen. Darin entschuldigt sich der Konzern bei den chinesischen Kunden. Es habe sich um eine missverständliche Kommunikation gehandelt. 

So oder so: Der Schaden, den sich Samsung mit seiner «unglücklichen Kommunikation» auf dem chinesischen Markt eingefangen hat, dürfte um ein Vielfaches höher sein als die Summe von 900 Dollar, die der Konzern dem wutentbrannten Besitzer zahlen wollte.

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 21.10.2016
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3 Kommentare
  • Thomas  homberger 20.10.2016
    Naja das sowas passieren kann ist das eine aber das man dies den Kunden verschweigt ist das andere. Wenn ein Android explorieren kann ist das nun mal so aber dan bitte auch zugeben alles andere ist eine sauerei. Bei manch anderen Herstellern ist ja leider auch so.
  • Alfred  Neumann 19.10.2016
    Vielleicht sollte Samsung besser in der Pyrotechnik Branche Fuss fassen. Scherz beiseite, Samsung hat offensichtlich ein Qualitätsproblem. Nicht nur bei den Handys. Ich hatte eine Festplatte welche abgeraucht ist und ein TV welcher ebenfalls ständig rumgezickt hat. Vielleicht einfach nur Pech, aber ich lasse jedenfalls vorerst mal die Finger von diesem Hersteller...
  • Andrew  Hof 19.10.2016
    Es explodiert nicht, es brennt nicht, es schmilzt. Mit wenigen Handgriffen bekommt man jeden LiPo Akku dazu sich so zu verhalten. Ich versteh das Geschrei nicht. Jeder Akku birgt ein Risiko - das war schon immer so und wird immer so bleiben. 1 Gerät von einer Million ist nun wirklich kein Skandal.