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Die Migros werde heute kurzfristig eine Pressekonferenz anberaumen, ist zu hören. Keine der beiden Firmen dementiert: «Lassen Sie sich überraschen», heissts bei Mario Bonorand, Präsident der Denner-Familienholding Rast.
Hat Denner etwas mit der geheimnisvollen Migros-Pressekonferenz zu tun?
«Ich kann das nicht kommentieren», sagte Ex-Migros-Spitzenmanager Bonorand gestern Abend am Telefon. «Bitte haben Sie Geduld.»
In Finanzkreisen munkelt man seit Wochen von Verhandlungen zwischen Migros und Denner. Die Migros soll laut den Gerüchten zunächst nur mit einer Minderheitsbeteiligung einsteigen, aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. Später, wenn Aldi und Lidl im Schweizer Markt verankert sind, könnte sie ihren Denner-Anteil aufstocken.
Doch wozu sollte dieser Deal gut sein? Erzrivalin Coop zeigt sich zunehmend dynamisch und verringert den Abstand zum Branchenleader Migros. Der orange Riese möchte zudem schon lange in den lukrativen Alkohol-Verkauf einsteigen, den die Genossenschafts-Statuten aus der Gründerzeit verbieten. Wein verkauft bisher nur die Migros-Tochter Globus. Denner ist im Weinverkauf hinter Coop die Nummer 2.
Für Denner-Chef und -Hauptaktionär Philippe Gaydoul ist der Zeitpunkt für einen (Teil-)Verkauf günstig. «Denner ist jetzt noch eine hübsche Braut», meint ein Branchenkenner. Doch mehr und mehr reklamieren Aldi und Lidl das Billig-Image für sich.
«Wenn Gaydoul Geld machen will, muss er das jetzt tun», heisst es. Er und seine Mutter haben sich stark verschuldet, als sie den Onkel Nico Schweri aus dem Betrieb auskauften.
Auch um Valora mit der Kiosk AG und um den Elektronikhändler Fust ranken sich Verkaufsgerüchte. Seit Mittwoch bietet Jelmoli den fitgetrimmten Fust offiziell zum Kauf an. Die Branche bleibt auch nach einem Migros-Denner-Deal in Bewegung.
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Verkauft Denner-Chef Philippe Gaydoul heute seine Firma?