Einkaufs-Tourismus Für 8 Milliarden im Ausland geshoppt

Schweizer kaufen viel mehr im Ausland ein, als bisher angenommen.

  • Publiziert: 04.10.2012
play Schweizer Kunden in Deutschland. Sie geben dort viel Geld aus. (Keystone)

Dank der Euro-Schwäche entgeht Schweizer Detaillisten schon seit längerer Zeit ein beträchtlicher Umsatzanteil ans Ausland verloren.

Nicht nur für billiges Fleisch gehen die Schweizer immer mehr über die Grenze (Blick.ch berichtete gestern). Zu ihrem Ärger stellen die Detaillisten fest: Der Einkaufstourismus ist weit grösser als bisher angenommen. Für sechs bis acht Milliarden Franken kaufen Schweizer im Ausland ein.

Dies zeigt eine neue Hochrechnung der Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz, bei der auch Coop, Migros, Denner oder Manor dabei sind. Bisher rechnete man mit fünf Milliarden Franken.

«Wir gehen davon aus, dass der Einkaufstourismus gegenüber dem Vorjahr weiter zunahm», so Beat Gerber, Sprecher der Interessensgemeinschaft Detailhandel Schweiz, zur «Handelszeitung».

Zunahme seit letztem Sommer

Dem Detailhandel entgehen so rund 9 Prozent ihres Umsatzes. Der gesamte Umsatz im Schweizer Detailhandel betrug im vergangenen Jahr 96,3 Milliarden Franken und wird sich in diesem Jahr kaum verändern.

Die Hochrechnung basiert auf einer Auswertung von Daten des Schweizer und deutschen Zolls sowie von global tätigen Mehrwertsteuer-Rückerstattern. Diese Indikatoren sowie die Erfahrungen der Detailhändler lassen darauf schliessen, dass der Einkaufstourismus seit letztem Sommer stark zugenommen hat. (tun)

Beliebteste Kommentare

  • Jolanda  Walser , Gretzenbach
    Die Detailhändler sollten mal einen Ausflug machen und die Auslagen zum Bsp. bei Edeka anschauen. Die reinste Augenweide und eine Qualität sagenhaft. Der Salat hält 2 Wochen. Hier gekauft, schon am Aben faul. Nur wegen Fleisch gehen sicher nur wenige, da dies sowieso beschränkt ist.
  • Tinga  Bella , Basel , via Facebook
    Tja das wird so weitergehen bis auch das letzte Unternehmen merken wird das es vorbei ist mit der Hochpreisinsel Schweiz. Coca Cola z.B. kaufe ich nur noch in Deutschland dort ist es trotz Pfand bekommt man ja zurück, um einiges billiger wie in der Schweiz. Und wenn, jetzt wieder jemand kommt wegen Schweizerlöhnen brauchts Schweizerpreise. Nein das ist nicht so die Unterer und die Mittlere Schicht hat kaum noch Geld um sic etwas zu leisten, und das ist der grosse Teil der Konsumenten welcher den Unternehmen das Geld bringt. Oder kauft die Reiche Minderheit mehr Lebensmittel usw. nur aus Spass? Auch die Sparen und werfen Ihr Geld nicht so zum Fenster. Es muss ein grosses Umdenken bei den Unternehmen und Ihrer Preispolitik stattfinden, dann kaufen die Schweizer sicher auch wieder mehr im Innland ein. Auch hier ist die Politik gefragt sich darüber Gedanken zu machen.

Alle Kommentare (36)

  • Heinz  Muenger
    Dass die Preise hier höher sind als im benachbarten Ausland über der Grenze ist auch eine Auswirkuntg von unsern höheren Löhnen, z.T. höheren Bodenpreisen etc., was dann auch wie eine Spirale einen kostspieligeren Lebensstil auslöst.
    Grundsätzlich könnten einige Produkte auch bei uns günstiger kalkuliert werden, bei vielen wird abgezockt. Die Grossmarktketten können auch heute noch existieren, nachdem viele Produkte "plötzlich" billiger wurden, z.B. wegen der Konkurrenz Aldi, Lidl..., also haben wir vorher immer zu viel bezahlt.
    Aber viel Geld für Einkäufe über die Grenze bringen, kann es ja auch nicht sein. Bei 8 Mia. gehen den Schweizern, was auch Steueren und Sozialleistungen betrifft, viel zu viel verloren.
    Die extremen "Ausland-Einkäufer" sollten sich auch gleich Ihren Job über der Grenze holen oder noch besser, einfach auswandern!
    • 05.10.2012
    • 5
    • 23
  • Sam  Weber , via Facebook
    also ich hab das geld um in der schweiz einzukauffen und werde das auch weiterhin tun! jedesmal wenn ih in deutschland einkauft weills billiger ist rechnet mal.

    benzin hin, einkaufen , absepeln lassen benzin zurück.
    dan benzin hin damit Ihre das geld zurück bekommt und dann kauft man da mehr ein dan abstempel lassen, benzin zurück, um das geld wieder zu erhalten brauch Ihr wieder benzin hin geld holen, dan kauft man wieder ein abstempeln lassen ...... wird nicht wirklich billiger und dann kommt noch die fahr zeit hinzu. also ich gehe lieber in die metzg wo man mich mit namen kennt und ich in 5 minuten wieder zuhause bin
    viel spass beim anstehen.
    • 05.10.2012
    • 8
    • 18
  • Jürg  Greiff
    Ins Ausland einkaufen gehen und wenn bei uns im Detailhandel Stellen abgebaut werden wird nur noch gejammert. Sorry aber irgendwie ticken diese Leute nicht richtig.
    • 05.10.2012
    • 9
    • 14
  • ralph  läuffer
    im gastgewerbe ist mir doch deutschland und österreich viel lieber- nicht nur wegen der preise -ca 40 Prozent sondern vor allem auch wegen
    der netten bedienung! oftmals in der schweiz: schlecht ausgebildetes
    kundenpersonal, z.t. faul und- hilfe- versteckt euch- der kunde kommt! auch mit der begrüssung in den läden- vielmals anstand ade! lieber dem kunden den rücken zudrehen oder am geschäftstelephon privat telephonieren gerade gestern in baden erlebt in den chefetagen sollten sie nicht jammern sondern endlich mal die probleme intern lösen!
    • 05.10.2012
    • 21
    • 3
  • Thomas  Siegler
    Und unsere Regierung hilft den Deutschen weiterhin und staunt dabei.
    Wäre es nicht besser endlich Parallelimporte zuzulassen statt die Wirtschaft weiterhin zu blockieren?
    • 05.10.2012
    • 31
    • 2
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