Schweizer kaufen viel mehr im Ausland ein, als bisher angenommen.
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Schweizer Kunden in Deutschland. Sie geben dort viel Geld aus. (Keystone)
Dank der Euro-Schwäche entgeht Schweizer Detaillisten schon seit längerer Zeit ein beträchtlicher Umsatzanteil ans Ausland verloren.
Nicht nur für billiges Fleisch gehen die Schweizer immer mehr über die Grenze (Blick.ch berichtete gestern). Zu ihrem Ärger stellen die Detaillisten fest: Der Einkaufstourismus ist weit grösser als bisher angenommen. Für sechs bis acht Milliarden Franken kaufen Schweizer im Ausland ein.
Dies zeigt eine neue Hochrechnung der Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz, bei der auch Coop, Migros, Denner oder Manor dabei sind. Bisher rechnete man mit fünf Milliarden Franken.
«Wir gehen davon aus, dass der Einkaufstourismus gegenüber dem Vorjahr weiter zunahm», so Beat Gerber, Sprecher der Interessensgemeinschaft Detailhandel Schweiz, zur «Handelszeitung».
Dem Detailhandel entgehen so rund 9 Prozent ihres Umsatzes. Der gesamte Umsatz im Schweizer Detailhandel betrug im vergangenen Jahr 96,3 Milliarden Franken und wird sich in diesem Jahr kaum verändern.
Die Hochrechnung basiert auf einer Auswertung von Daten des Schweizer und deutschen Zolls sowie von global tätigen Mehrwertsteuer-Rückerstattern. Diese Indikatoren sowie die Erfahrungen der Detailhändler lassen darauf schliessen, dass der Einkaufstourismus seit letztem Sommer stark zugenommen hat. (tun)
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