Fünf bis sieben statt zwei Milliarden CS droht Mega-Busse in USA

Verfehlungen vor der Finanzkrise sollen die Credit Suisse eine Strafzahlung von fünf bis sieben Milliarden Dollar kosten. Dies behauptet die Nachrichtenagentur Reuters.

CS-CEOI Tidjane Thiam an einer Pressekonferenz am 10. Mai 2016. play

CS-CEOI Tidjane Thiam an einer Pressekonferenz am 10. Mai 2016.

Keystone/Ennio Leanza

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Die Credit Suisse soll ihre Kunden in den USA vor dem grossen Crash am Immobilienmarkt 2008 nicht genau genug über das riskante Hypothekengeschäft informiert haben. Darum steht sie im Visier des US-Justizministeriums.

Und diese Angelegenheit könnte die CS richtig teuer zu stehen kommen: Fünf bis sieben Milliarden soll das US-Justizdepartement von der Schweizer Grossbank fordern, zitiert Reuters einen Insider. Das ist deutlich mehr als die zwei Milliarden an Strafzahlungen, von denen Branchenkenner bisher ausgingen.

CS will billigere Lösung

CS-CEO Tidjane Thiam (54) soll sich vergangene Woche mit US-Justizministerin Loretta Lynch (57) getroffen haben. Laut dem anonymen CS-Insider soll die Bank optimistisch sein, noch zu einer billigeren Lösung zu kommen. Weder die CS noch das Justizdepartement wollten sich laut Reuters zum Fall äussern.

US-Justizministerin Loretta Lynch an einer Pressekonferenz am 27. Mai 2015 in Brooklyn (New York, USA). play
US-Justizministerin Loretta Lynch an einer Pressekonferenz am 27. Mai 2015 in Brooklyn (New York, USA). Reuters/Shannon Stapleton

 

Auch UBS im Visier

Die CS hatte 1,6 Milliarden Franken Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten wie diejenige in den USA gemacht, bevor sie letzten Monat noch einmal 357 Millionen Franken mehr dafür einplante.

Neben der CS laufen in den USA unter anderem auch Untersuchungen gegen die Deutsche Bank, RBS, Barclay, HSBC – und auch die UBS. 

Publiziert am 20.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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16 Kommentare
  • Rolf  Hess 21.12.2016
    Ist doch kein Problem. Die Bussen sind von der Steuer absetzbar und man bezahlt dadurch, mit den theoretischen Verlusten Jahre lang keine Steuern mehr. Sonst werden noch Bonis ausbezahlt, bis die Rechnung stimmt.
  • Patrick  Steiner , via Facebook 20.12.2016
    Ein Kapitel mehr im Buch: Der Wirtschaftskrieg von Amerika gegen nicht US Banken!
    Nochmals zur Erinnerung: Die USA war für Immokriese verantwortlich welche zur globalen Finanzkriese führte
  • Paulo  Suizo , via Facebook 20.12.2016
    und die ganzen us-banken haben ihre kunden alle genügend vor den risiken gewarnt? wer´s glaubt wird seelig ! wann beginnt endlich auch die schweiz, us-banken abzuzocken? der preis ist heiss !
  • Annemarie   Setz 20.12.2016
    Würde gerne von dieser CS einmal etwas Positives hören. Man sollte doch bei einer Schweizer Bank einfach wissen, wie die in Amerika mit ihren Milliarden Bussen gegen Schweizer Banken vorgehen, bei geringstem Anlass. Sie wollen ihre amerikanische Kassen füllen und profitieren immer wieder von der Unvernunft und dem offensichtlichen Nichtwissen schweizerischer Banken, die sich in etwas hineinmanövrieren, unter dem letztlich Bankkunden und Aktionäre leiden müssen.
  • Hanspeter  Oppliger aus Valencia Philippinen
    20.12.2016
    ..... und schon wieder die Amerikaner. Die Weltpolizei, unantastbar. Die USA kann ja dann mit den gewonnen Milliarden wieder irgendwo auf der Welt einen Krieg anfangen und ein Chaos hinterlassen. Die USA die Vorzeige Nation, denken zumindest die Amerikaner. Ich weiss nicht, wieso niemand dagegen hällt, ausser China und mehrere Länder Asiens wie Japan, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Thailand und so weiter. Einfach nur erbärmlich die USA.