
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Cardinal-Anhänger versammeln sich heute in Freiburg, um gegen die Vögte von Feldschlösschen zu rebellieren. Denn diese wollen ihrer Brauerei an den Kragen. Ende August gab die Feldschlösschen-Gruppe, zu der Cardinal gehört, die bekannt.
Dominierende Farbe an der Kundgebung: gelb, die Markenfarbe des Betriebes. Mit gelben T-Shirts, Plakaten, Transparenten und Bierdeckel-Broschen kommen die Teilnehmer vor dem Brauereiareal zusammen. Teilnehmerzahl: gegen 3000 Personen.
Die Ankekündigte Schliessung von Cardinal löst in Freiburg heftige Reaktionen aus. Für viele Freiburger gehört das traditionsreiche Brauhaus zu ihrer Stadt. Vom Entscheid betroffen sind 75 Angestellte. 18 sollen frühpensioniert werden, 57 von Feldschlösschen neue Stellen angeboten bekommen.
Die Biermarke Cardinal soll zwar bestehen bleiben. Statt in Freiburg soll das Bier aber in Rheinfelden gebraut werden. Für viele Freiburger sei das aber nicht das Gleiche, betonen einige der Kundgebungsteilnehmer. Cardinal gehöre einfach zu Freiburg.
Die Gewerkschaft Unia und das Personal haben inzwischen verschiedene Vorschläge erarbeitet, um die Produktion in Freiburg zu erhalten.
Dass es sich lohnen kann, auf die Strasse zu gehen, haben die Freiburger in der Vergangenheit bereits gezeigt: Schon 1996 wurde über eine Schliessung von Cardinal diskutiert. Wütende Freiburger versammelten sich darauf mit den Angestellten zu Massenprotesten und erreichten damit den Verzicht auf die Schliessung. (SDA/noo)
Lauthals macht sich dieser Biertrinker für die Brauerei Cardinal stark.- Keystone