Frauen in Führungspositionen Bei Kantonalbanken sind Kader-Frauen rar

In den Chefetagen von Schweizer Unternehmen sitzen durchschnittlich 15 Prozent Frauen. Allerdings gibt es je nach Branche grosse Unterschiede. Der Nachholbedarf ist gross.

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Im Management sind Frauen die Minderheit. ULLSTEIN BILD

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Im Management hocken nicht nur alte Herren. Das zeigt ein Blick in den neusten Schilling-Report. Dieser kommt zum Schluss, dass in den Chefetagen der Schweizer Firmen 15 Prozent Frauen sitzen. Im mittleren Management liegt der Frauenanteil bei 23 Prozent. 

Zum Vergleich: Bei den befragten Firmen lag der Frauenanteil insgesamt bei 39 Prozent. Der Report hat Gewicht. Er berücksichtigt 107 der 200 grössten Schweizer Unternehmen.

«Die Chefs und Präsidenten sollten besser heute als morgen Farbe bekennen», fordert Studienverfasser Guido Schilling. Denn: «Erst wenn die Förderung von geschlechtlicher Parität zur Chefsache wird, werden geschlechterdurchmischte Teams an der Spitze und auf allen Führungsebenen alltäglich», glaubt der Unternehmensberater.

Grosse Unterschiede

Die Studie zeigt: Je nach Branche gibt es grosse Unterschiede. Bei den Pharma- und Lebensmittelherstellern liegt die Frauenquote insgesamt bei 38 Prozent. Im mittleren Kader sind es 33 Prozent, im Topmanagement noch 21 Prozent.

Nicht überall sind die Quoten so hoch. Post, Ruag, SBB, SRG und Swisscom haben insgesamt einen eher tiefen Frauenanteil (30 Prozent). Im Topmanagement der bundesnahen Betrieben sind 17 Prozent Frauen.

Die Industrie wird traditionell von Männern dominiert. Gerade mal 23 Prozent der Angestellten in Schweizer Industriebetrieben sind Frauen. Im Topmanagement sitzen immerhin 12 Prozent Frauen. 

Luft nach oben haben auch die Kantonalbanken. Zwar ist der Frauenanteil bei den Angestellten insgesamt hoch (45 Prozent). Doch auf allen Führungsebenen liegt der Frauenanteil unter dem Schnitt der übrigen Finanzinstituten, sagt Schilling. So sind im Topmanagement nur 5 Prozent Frauen, während bei den übrigen Banken die Quote bei 15 Prozent liegt. (bam) 

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
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3 Kommentare
  • Patrick  Smart 29.10.2016
    Quoten Quoten, Quoten. Quoten für Frauen, Quoten für Behinderte, Quoten für Ausländer? Es zählt doch nur die Qualifikation und die Fakanz des Jobs? Es ist schon mühsam, wenn ich als Arbeitgeber nicht mehr selber entscheiden kann, wen ich für den Job einstellen möchte. Das ganze Risiko trägt ja auch die Firma und nicht die, die Quoten fordern?
  • Lorenz  Widmer 28.10.2016
    Ich war CEO eines intl. Unternehmens und stellte Mitarbeiter (w/m) immer nach ihren Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen und, was leider oft mangelte, aufgrund ihres Willens ein, etwas bewegen zu wollen. Darum halte ich nichts von Quoten, weil man sonst vielleicht nur die zweite Wahl statt der besten erhält. In den Chef-Etagen muss klar ein Umdenken passieren, aber nach logischen Kriterien und nicht nach männlichen oder weiblichen Dogmen, sondern im Sinne der Firma und der Mitarbeiter.
    •   29.10.2016
      Absolut einverstanden. Die Quotenhascher haben wohl noch nicht bemerkt, dass viele fähige Frauen sich einfach nicht fürs selbe interessieren wie Männer.