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Ulrich Giezendanner ist überzeugt: «Formel-1-Rennen in der Schweiz, das ist keine Träumerei. Wir brauchen nur noch die finanziellen Mittel, um eine taugliche Anlage zu bauen.» 100 bis 150 Millionen Franken seien dafür nötig – und sehr wahrscheinlich ein Ja vom Stimmvolk.
Seit der erfolgreiche Transport-Unternehmer den Nationalrat am 5. Juni für Rundstreckenrennen in der Schweiz begeisterte (97 Ja, 77 Nein), haben sich schon Investoren bei ihm gemeldet: «In den nächsten Wochen treffe ich mich mit ihnen.» Namen will Ulrich Giezendanner, der vor allem als Vermittler agieren und die gesetzlichen Grundlagen schaffen will, aber keine nennen.
Mögliche Standorte für einen Circuit wären Moudon–Lucens im Kanton Waadt, für welchen es schon Pläne aus dem Jahr 2000 gibt, des Weiteren Projekte im Wallis und im Jura. «Ich würde sehr gerne bei der Entwicklung einer Schweizer Formel-1-Rennstrecke helfen – ein Kurs in den Bergen oder einer Stadt wäre sehr attraktiv», sagt Rennstreckenentwickler Hermann Tilke (52), der bereits die Pisten in Bahrain und Dubai gebaut hat. «Für rund 150 Millionen Franken könnte man eine solche Anlage in der Schweiz bauen.»
Formel-1-Experte Roger Benoit sieht das anders: «In der Schweiz wird es nie solche Rennen geben, das ist unrealistisch. Herr Giezendanner will sich damit nur politisch in den Vordergrund stellen.»
Giezendanner gibt sich kämpferisch: «Wer nichts wagt, der gewinnt auch nichts. Ich bin sicher: Das Volk würde hinter einem Formel-1-Rennen stehen!»