Flucht ins Steuerparadies Daniel Vasella lebt jetzt in Monaco

MONACO - Nach seinem Abgang als CEO vom Schweizer Pharma-Multi Novartis ist es still geworden um Daniel Vasella. Jetzt wird bekannt: Der 61-Jährige ist vor zwei Jahren nach Monaco ausgewandert.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Service nur in 1. Klasse Pendler-Vertreter ärgert sich über Zug-Catering
2 «Monster Trucks» Paramount schreibt wegen Bub (4) 115 Millionen ab
3 Schlafen in Hängematten und Jurten Jetzt kommen die Billig-Hotels...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
40 shares
42 Kommentare
Fehler
Melden

An seinem früheren Wohnort in Risch im Kanton Zug hatte sich Daniel Vasella im Januar 2013 abgemeldet. Wohin es den ehemaligen Schweizer Top-Manager danach zog, blieb lange ein Geheimnis. Offenbar wanderte der gebürtige Freiburger damals ins Fürstentum Monaco aus, schreibt die «SonntagsZeitung».

Wie ein Auszug aus dem Liegenschaftsregister des Kantons Zug zeigt, soll Vasella neu an bester Lage an der Mittelmeer-Küste leben. In einer 22-stöckigen Luxus-Residenz hat er eine 268 Quadratmeter grosse 5-Zimmer-Masionettewohnung bezogen – inklusive Weinkeller und Swimmingpool auf der Terrasse. Auch ein Wellnessbereich mit Hallenbad, Sauna, Dampfbad und Fitnessraum sollen zur Ausstattung des Hauses gehören.

Neues Landgut auch in der Schweiz

Die Kosten für Vasellas neues Heim werden auf rund 24 Millionen Euro geschätzt. Als Gegenzug kann der einst bestverdienendste Manager der Schweiz aber auch mächtig sparen: Einkommens- und Vermögenssteuern erhebt Monaco nämlich keine. Auch von der Erbschaftssteuer sind die Einwohner des Fürstentums befreit.

Vollends hat sich Vasella aber nicht von der Schweiz verabschiedet. Ende Juli hat er in Risch das Landgut Aabach gekauft, welches gleich neben der 700 Quadratmeter grossen Villa liegt, die Vasella vor vier Jahren an seine drei Kinder übetragen liess. Die Parzellen waren früher im Besitz der Novartis-Tochterfirma Eiola. Weil sie sich nicht auf einen Preis einigen konnten, lagen die Firma und Vasella lange Zeit im Streit. (cat)

Publiziert am 01.11.2015 | Aktualisiert am 01.11.2015
teilen
teilen
40 shares
42 Kommentare
Fehler
Melden
Vasella: «Ich habe zwei Fehler gemacht»

TOP-VIDEOS

42 Kommentare
  • Martin  Maletinsky aus Kilchberg
    02.11.2015
    Nach den ganzen Anfeindungen denen Daniel Vasella in der Schweiz seit Minders Neidinitiative ausgesetzt war, erstaunt es mich wenig, dass er sich ein neues Domizil gesucht hat, wo Vermögende freundlicher aufgenommen werden.
    Eigentlich könnte dies Anlass sein darüber nachzudenken, wie man verhindern will, dass weitere Leistungsträger und brilliante Köpfe das Land verlassen. Lese ich die Kommentare hier, so mache ich mir diesbezüglich aber wenig Hoffnung.
  • Holger   Romey 02.11.2015
    Ist schon interessant, wie Ihr Schweizer reagiert, wenn einer einen bergeweise Franken aus der Schweiz mitnimmt und sich in ein Land begibt, wo er diesen Betrag nicht versteuern muss. Aber Bitte: Nicht vergessen, euer eigenes "Erfolgsmodell Schweiz" baut ja auch genau darauf, bergeweise Geld von kriminellen zu aquirieren und den Zugriff daaruf durch die rechtmässigen Besitzer zu vereiteln. In sofern ist Vasellas verhalten ja noch harmlos. Also .. bitte nicht so offensichtlich heucheln hier.
  • Afrim  Brama aus Oerlikon
    02.11.2015
    Mögen oder nicht. Dort wird er wenigstens von all den hatern in Ruhe gelassen.
  • Kurt  Stauffer aus George
    02.11.2015
    Hoffentlich ist er soviel Geld Wert!Auch er kann nichts mitnehmen.Es ist kaum zu glauben, dass gerade jene die genug Geld haben um die Steuern zu bezahlen, immer einen geschützten Platz finden wo ihnen das Steuern zahlen erspart wird.Noch komischer ist, dass gegen solche Staaten nichts unternommen wird?!
  • Markus  Immer aus Dumagete
    02.11.2015
    Schon eigenartig, dass Monaco auf keiner schwarzen od. grauen Liste steht! Ein weiterer Beweis, dass da internat. Kräfte am wirken sind die die CH und deren wirtschaft zerstören wollen. Inkl. den landeseigenen Helfer!