Weil in München keine dritte Piste kommt, will die Lufthansa nach Zürich ausweichen. Der Schutzverband wäre «nicht erfreut».
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Lufthansa braucht Platz zum Landen. Vielleicht erhält sie diesen in Zürich.
(Lufthansa)Das war deutlich: Mit 54,3 Prozent Nein-Stimmen haben die Bürger der Stadt München am Wochenende den Plan einer dritte Startbahn abgelehnt. Und das obwohl CSU, FDP und SPD dafür waren.
Die Lufthansa reagiert verärgert: «Mit nur zwei Start- und Landebahnen wird der Münchner Flughafen täglich an seine Grenzen stossen», sagte ein Lufthansa-Manager zu Reuters.
Eine Sprecherin ergänzte: «Wir schliessen nicht aus, dass wir unseren Verkehr auf andere Drehkreuze der Lufthansa wie Zürich, Wien oder Brüssel verlagern.»
Das kommt überraschend: Offensichtlich will der Swiss-Mutterkonzern nach Zürich ausweichen. Beim Flughafen wollte man sich dazu nicht äussern.
Tatsache ist: 2011 gab es in Kloten knapp 240 000 Flugbewegungen (Linien- und Charterflüge), möglich wären aber sicher 350 000, also 45 Prozent mehr.
Thomas Hardegger, Gemeindepräsident in Rümlang ZH und Vize des Flughafen Schutzverbandes, geht zwar nicht davon aus, dass die Lufthansa demnächst Langstreckenverbindungen von München nach Zürich verlegt.
«Aber falls doch, wären wir sicher nicht erfreut. Sofern man sich bei den zusätzlichen Flüge an die geltenden Betriebszeiten hält, kann jedoch man kaum etwas dagegen unternehmen.»
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