Sawiris-Konzern schreibt Verlust Orascom-Aktie muss Federn lassen

ALTDORF - Der Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Orascom erleidet einen Gewinneinbruch in den ersten neun Monaten 2016. Unter dem Strich steht ein Verlust von 60,7 Millionen Franken in den Büchern. An der Börse gibt es Schelte.

Samih Sawiris, der ägyptische Investor und Verwaltungsratspräsident von Orascom. (Archiv) play
Samih Sawiris (59), der ägyptische Investor und Verwaltungsratspräsident von Orascom. Alexandra Wey

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Die Investoren kennen keine Gnade. Sie schicken die Aktie des Immobilienentwicklers und Hotelbetreibers Orascom auf Talfahrt. Kurz nach Börsenöffnung beträgt das Minus 3.4 Prozent. Der breite SPI-Index notiert dagegen 0.3 Prozent im Plus. Im Verlauf des Vormittags vergrösserten sich die Verluste auf gegen 5 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Kursminus von Orascom über 45 Prozent.

Der Konzern von Milliardär und Andermatt-Investor Samih Sawiris (59) meldete heute rote Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres.

Unter dem Strich verblieb ein Verlust von 60,7 Millionen Franken nach lediglich 3,9 Millionen in der Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg auf 169,9 Millionen Franken gegenüber 246 Millionen in den ersten drei Quartalen 2015. Das entspricht einem Rückgang von 30,9 Prozent.

Tourismusflaute in Ägypten

«Das Ergebnis ist weiterhin durch die politischen und ökonomischen Unsicherheiten in Ägyptern beeinträchtigt», schreibt Orascom. Der ägyptische Tourismus befinde sich im Niedergang. Detaillierte Aussagen für das Gesamtjahr fehlten in der Mitteilung.

In einer Telefonkonferenz im Laufe des Vormittags will sich CEO Khaled Bichara (45) zum Verlust und zum Ausblick aufs ganze Jahr äussern.

Beeinträchtigt wurden die Resultate zudem durch Währungsverluste in der Höhe von 13,2 Millionen Franken.

Erfolge in Andermatt

Immerhin: In Andermatt UR, wo Sawiris ein Milliarden-Resort hochzieht, konnte der Ägypter jüngst weitere Erfolge erzielen. Der Gemeinderat von Disentis hat die Verbindungsbahn Sedrun–Disentis einstimmig gutgeheissen. 

«Die Skigebiete Andermatt, Sedrun und Disentis werden dank der Verbindungsbahnen zu einer attraktiven Skiregion entwickelt», hiess es Anfang November in einer Mitteilung. Und gut fürs Ego: Sawiris' Hotel Chedi in Andermatt ist vom Gastroführer «Gault Millau» zudem zum Schweizer Hotel des Jahres gekürt worden. (uro)

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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3 Kommentare
  • Arthur  Nix 15.11.2016
    Ich wäre gerne nach El Gouna, Aegypten jetzt im November in Urlaub geflogen.
    Die Lage ist wohl sicherer als in einer deutschen Stadt.
    Allerdings sind die Direktflüge aus der Schweiz verschwunden.
    Jetzt muss man über Istanbul fliegen und einen blöden Zwischenstopp einlegen. Da verdoppelt sich die Reisedauer auf 8 Std.
    Und das mache ich einfach nicht mit!!
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    15.11.2016
    60 Millionen Verlust_gegenüber nur 3 Millionen letztes Jahr. Sind das nun die neuen, erfolgreichen Unternehmer ?
    • Mario  Solario aus Lausanne
      15.11.2016
      Hotel des Jahres.. dass ich nicht lache . wie ist denn das zustande gekommen?