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Morgen Montag bekommt die UBS Post von der Finanzmarktaufsicht (Finma). In der Verfügung werden die ausgehandelten Boni-Zahlungen der Grossbank von rund zwei Milliarden Franken offiziell genehmigt und abgesegnet. Finanzminister Hans-Rudolf Merz (66) ist über den Entscheid der Finma informiert, ändern kann er da-ran nichts mehr. «Unser Entscheid ist definitiv. Der Bundesrat hat den Entscheid über das Salärsystem an uns delegiert», sagt Finma-Präsident Eugen Haltiner (60) gegen-über SonntagsBlick.
Für die emotionale Boni-Debatte macht der ehemalige UBS-Banker Haltiner die Medien verantwortlich. «Sie heizen mit ihrer Berichterstattung über das UBS-Hilfspaket seit letztem Herbst die Stimmung im Volk einseitig an.»
Das sei unverantwortlich. Als Beispiel nennt Haltiner den Boni-«Club» im Schweizer Fernsehen vom letzten Dienstag. «Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer konnte in der Sendung unwidersprochen behaupten, die UBS wäre ohne Hilfspaket pleitegegangen. Das ist eine Fehlinformation und grenzt an Volksverhetzung», so Haltiner.
Trotz wachsender Kritik an ihm als Finma-Präsident und der Zweifel an seiner Unabhängigkeit wie auch jener seiner Aufsichtsbehörde will er von einem Rücktritt nichts wissen: «Ich trete nicht zurück, ich wüsste nicht warum.»
Nicht Stellung nehmen will Eugen Haltiner dagegen zu der Frage, ob die 68-Milliarden-Staatshilfe für die UBS ausreichen wird. Die in Bundesbern und der Bankenszene immer stärker kursierenden Spekulationen, dass schon in den nächsten Wochen ein zweites Rettungspaket für die angeschlagene Grossbank geschnürt werden müsse, kommentiert der oberste Aufseher der Schweizer Banken so: «Auszuschliessen ist das nicht.»