FINMA-Chef Mark Branson «Gewisse Banken haben Risikobereitschaft erhöht»

ZÜRICH - Der Chef der Eidg. Finanzmarktaufsichtsbehörde (FINMA), Mark Branson, hat angeregt, das Audit-System bei Schweizer Banken anzupassen.

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Finma-Chef Mark Branson sieht Optimierungsbedarf im Kosten-Nutzen-Verhältnis.

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Der Chef der Eidg. Finanzmarktaufsichtsbehörde (FINMA), Mark Branson, hat angeregt, das Audit-System bei Schweizer Banken anzupassen. Er ortet einen Interessenkonflikt der Prüfgesellschaften und Optimierungsbedarf im Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Prüfgesellschaften, die auffälliges Verhalten der Banken der FINMA melden müssen, erhalten heute ihr Mandat direkt von den Banken und werden auch von diesen bezahlt. Ein gewisser Interessenkonflikt sei dabei nicht wegzureden, sagte Branson im Interview mit der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche«. Er fände es «keine schlechte Idee, wenn anstelle der Banken die FINMA die Mandate an Prüfgesellschaften vergeben könnte».

Auch könnte das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Aufsichtsprüfung, für die die Finanzindustrie jährlich rund 110 Millionen Franken ausgebe, noch verbessert werden. Dazu müsste allerdings das Gesetz geändert werden, wofür politisch kein grosses Bedürfnis vorhanden zu sein scheine.

Das System habe sich über Jahre in der Schweiz etabliert. Aus dem Ausland gebe es allerdings Kritik daran. (SDA)

Publiziert am 16.10.2016 | Aktualisiert am 17.10.2016
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2 Kommentare
  • Hans  Müller 16.10.2016
    Dass dieser Branson noch immer Finma-Chef ist, ist eigentlich ein Armutszeugnis für dieses Land.
    • Hugo  Stettler aus Suhr
      16.10.2016
      Mit dieser Pauschalaussage kann wohl niemand viel anfangen, da müssten Sie schon konkreter werden. Was er hier sagt stimmt durchaus, wer beisst schon die Hand, welche ihn füttert. Ein Umdenken im Prozess der Mandatsvergabe macht absolut Sinn.