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Er ist erst einen Monat im Amt. Er hat schon Milliarden gegen die Krise gesprochen. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Dennoch bleibt Barack Obama der Hoffnungsträger einer ganzen Nation.
«Wir werden stärker als zuvor aus der Krise hervorgehen», sagte Obama in seiner ersten grossen Rede an die Nation. Er kritisiert zwar Fehler in der Vergangenheit, Rügte auch den fahrlässigen Umgang der US-Bürger mit Schulden, blickte aber zuversichtlich nach vorn Er betonte, dass die Regierung alles tun will, um der maroden Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen (blick.ch berichtete).
Kurz: Obama macht seinen Landsleuten trotz der schlimmsten Krise seit 80 Jahren Mut.
Und bei uns? Da versucht Bundespräsident Hans-Rudolf Merz auch noch nach dem grossen Knall die bedrohliche Lage der UBS schönzureden. Da betet Wirtschaftsministerin Doris Leuthard immer wieder das bescheidene Konjunkturprogramm herunter. Da bemühen sich Wirtschaftsexperten wie Economie-Suisse-Chef Gerold Bührer möglichst lange die Krise zu verharmlosen.
Eigen Haltiner, Präsident der Finanzmarktaufsicht (Finma), malt ganz schwarz: «Wir sind in einem Wirtschaftskrieg», sagte er gestern Abend im «Club» auf SF1. Anstatt die Machenschaften der Banken zu hinterfragen und Fehler auszumerzen, macht er die Schuldigen an der Lage im Ausland aus: Unser Land sei ein dankbares Opfer weil es klein sei.
Wo ist unser Obama? Wer macht den Schweizern Mut? Nicht vorhanden. Die Landesregierung geht ihren Geschäften nach, als wäre nichts gewesen. Dabei würde gerade jetzt jemand gut tun, der Mut macht. Der gegen die Krise anredet und mögliche Auswege aus dem Schlammassel aufzeigt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht merken auch die Schweizer Politiker mal, dass Optimismus keine Schwäche ist. Und dass zielstrebiges Handeln, statt abwiegen, ein Grund ist, warum man sie wählt.
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Ihm ist das Lachen noch nicht vergangen: Barack Obama will der Krise die Stirn bieten. (Keystone)