Schweizer in Kauflaune Wars das mit der Krise?

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Matthias Pfander
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Die Konsumenten sind guter Laune. Sie geben ihr Geld wieder fast so locker aus wie vor der Krise.

Die Konsumenten machen der Krise den Garaus. «Die Leute kaufen schon fast wieder ein wie vor der Krise», sagt UBS-Ökonom Hans-Peter Hausheer. Die Bank hat ihren Konsumindikator veröffentlicht, und der zeigt: Die Kauflaune der Konsumenten ist im Januar deutlich gestiegen. So stark, dass selbst der Ökonom vom Resultat überrascht war. Seine Erklärung: «Wir sind schneller aus der Rezession rausgekommen als befürchtet, und die Arbeitslosenquote hat weniger zugenommen als erwartet.»

Tatsächlich: Im Januar stieg die Arbeitslosenquote von 4,4 auf 4,5 Prozent. Saisonbereinigt ist die Quote im Vergleich zum Dezember sogar ein wenig zurückgegangen. Zum ersten Mal seit dem Herbst 2008. Und gleichzeitig hat die Zahl der freien Stellen zugenommen. Das sorgt für Zuversicht.

Dass bei den Konsumenten das Portemonnaie wieder lockerer sitzt, schlägt sich unmittelbar in den Kassen der Detailhändler nieder: «Der Start ins neue Geschäftsjahr ist geglückt. Wir sind mit den ersten Wochen zufrieden. Bis Mitte Februar 2010 ist der Kassenumsatz der ganzen Gruppe gegenüber dem Vorjahr bereits um gut 2 Prozent gewachsen», heisst es bei Coop. Auch bei Migros und Denner ist man zufrieden mit der bisherigen Entwicklung und stellt fest, dass die Laune der Konsumenten wieder besser wird.

Sogar die Hotellerie schöpft Mut. Obwohl 2009 die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent zurückging. Den Rückgang bescherten vor allem die fehlenden ausländischen Kunden. Neben der Wirtschaftskrise schreckte sie auch der starke Franken ab. Bei den Gästen aus dem Inland war der Rückgang weit geringer. Die Zahl der Übernachtungen ging hier nur um 2,5 Prozent zurück.

Trotzdem wird es die Hoteliers freuen, dass sich die Laune der Schweizer Konsumenten aufhellt. UBS-Ökonom Hausheer: «Wir rechnen mit einem anhaltenden Aufwärtstrend.»

Glauben Sie, dass die Krise weniger schlimm ist als befürchtet?»

  • 23% Ja, viele Firmen haben wieder mehr Arbeit.
  • 40% Nein, es droht ein weiterer Rückschlag.
  • 37% Der Aufschwung beginnt im Kopf.

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