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Der Schaffhauser Unternehmer Minder findet den Verzicht der drei ehemaligen UBS-Verwaltungsräte Ospel, Haering und Suter «grundsätzlich positiv, aber nichts als ein Tropfen auf den heissen Stein».
Die UBS habe zwischen 2004 und 2007 immerhin 650 Mio. Franken variable Lohnbestandteile auf Stufe Verwaltungsrat und Geschäftsleitung geleistet, sagte der Urheber der «Initiative gegen Abzockerei». Zusammen mit den Abgangsentschädigungen komme man spielend auf 800 Mio. Franken. Davon seine bisher keine fünf Prozent zurückgezahlt worden.
Auch die politischen Parteien reagieren nicht vorbehaltlos positiv auf den Schritt der Ex-Banker: Er sei ein «längst fälliges Zeichen», sagte CVP- Sprecherin Marianne Binder. Sie kritisierte, dass es erst auf massiven Druck der Öffentlichkeit und der Politik dazu kam.
Auch die SP spricht von einem «positiven Schritt», der aber lange auf sich habe warten lassen. Die Affäre ist für die Sozialdemokraten noch nicht ausgestanden: «Es geht nicht an, dass die frühere und die aktuelle UBS-Spitze die Rückzahlung im Hinterzimmer aushandeln und dann glauben, die Sache sei erledigt», sagte SP-Sprecher Peter Lauener.
Die SVP wollte sich zum Lohnverzicht nicht äussern. Der Entscheid der Manager sei eine interne Angelegenheit der UBS, sagte SVP-Sprecher Alain Hauert.
Die FDP nahm den Verzicht der Boni-Zahlungen «mit Genugtuung zur Kenntnis». «Unternehmer sein, bedeutet Verantwortung tragen, sowohl in guten wie in schlechten Zeiten», sagte Parteisprecher Damien Cottier.
Er verwies darauf, dass Ex-UBS-Chef Peter Wuffli vor einem Monat vorangegangen war und auf 12 Mio. Fr. verzichtete. Wuffli ist auch Präsident des Vereins «Freunde der FDP». (SDA/bih)
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Unternehmer Thomas Minder kämpft gegen zu hohe Manager-Löhne. (Siggi Bucher)