Ansturm von reuigen Kunden: Meldefrist für Steuersünder verlängert
WASHINGTON – Der Druck auf Steuersünder ist in den USA so gross, dass sich immer mehr reuige Betrüger melden. Jetzt wurde deshalb sogar die Meldefrist verlängert.
Aktualisiert um 17:15 | 21.09.2009
Verschnaufpause für amerikanische Steuerbetrüger. Die US-Steuerbehörde IRS hat sich entschieden, die Meldefrist für Amerikaner mit unversteuerten Anlagen aus ausländischen Konten bis zum 15 Oktober zu verlängern. Das meldet das «Wall Street Journal» in seiner heutigen Ausgabe. Bis dann können sich Steuersünder selbst anzeigen.
Mit der Zahlung einer Busse von rund 40 Prozent des Vermögens entkommen sie einer Strafanzeige. Als Stichtag galt bisher der 23. September.
Über 3000 Selbstanzeigen
Grund für die Verschiebung: Amerikanische Steueranwälte sollen sich mehrfach um eine Fristverlängerung bemüht haben, da ihre Kanzleien von reuigen Steuersündern geradezu überrennt werden, berichtet das US-Wirtschaftsblatt. Zudem hätte die Steuerbehörde IRS Mühe, das hohe Aufkommen von Selbstanzeigen zu bewältigen.
In den vergangenen sechs Monaten hätten sich über 3000 US-Steuerzahler angezeigt, zitiert das «Wall Street Journal» einen Vertreter der US-Regierung. Letztes Jahr seien es total noch 88 gewesen. Ein ähnliches Programm im Jahr 2003 brachte nur 1300 Selbstanzeigen.
Der Druck zur Selbstanzeige ist durch den Vergleich im Steuerstreit um die UBS gewachsen. Darin hat sich die Schweizer Grossbank verpflichtet, innert Jahresfrist insgesamt 4450 Kundendossiers von Steuerbetrügern an die US-Behörde zu überstellen.
Mitte September schickte die Bank 500 Briefe an die ersten Kunden, die sie an den Pranger stellen wird. Sie forderte ihre Kunden auf, sich selbst anzuzeigen oder aber einen Anwalt zu nehmen. (pho)
Mit der Zahlung einer Busse von rund 40 Prozent des Vermögens entkommen sie einer Strafanzeige. Als Stichtag galt bisher der 23. September.
Über 3000 Selbstanzeigen
Grund für die Verschiebung: Amerikanische Steueranwälte sollen sich mehrfach um eine Fristverlängerung bemüht haben, da ihre Kanzleien von reuigen Steuersündern geradezu überrennt werden, berichtet das US-Wirtschaftsblatt. Zudem hätte die Steuerbehörde IRS Mühe, das hohe Aufkommen von Selbstanzeigen zu bewältigen.
In den vergangenen sechs Monaten hätten sich über 3000 US-Steuerzahler angezeigt, zitiert das «Wall Street Journal» einen Vertreter der US-Regierung. Letztes Jahr seien es total noch 88 gewesen. Ein ähnliches Programm im Jahr 2003 brachte nur 1300 Selbstanzeigen.
Der Druck zur Selbstanzeige ist durch den Vergleich im Steuerstreit um die UBS gewachsen. Darin hat sich die Schweizer Grossbank verpflichtet, innert Jahresfrist insgesamt 4450 Kundendossiers von Steuerbetrügern an die US-Behörde zu überstellen.
Mitte September schickte die Bank 500 Briefe an die ersten Kunden, die sie an den Pranger stellen wird. Sie forderte ihre Kunden auf, sich selbst anzuzeigen oder aber einen Anwalt zu nehmen. (pho)
Schweiz und USA unterzeichnen neues Doppelsteuerabkommen
Die Schweiz und die USA unterzeichnen am 23. September das neue Doppelsteuerabkommen, dass während der UBS-Affäre um millionenschwere Steuersünder ausgehandelt wurde. Der genaue Inhalt des Abkommens ist noch nicht bekannt. Es soll den Behörden aber ermöglichen, in Zukunft auch Steuerhinterziehung, nicht nur Steuerbetrug zu ahnden. In der kurzen Unterzeichnungsfeier am Mittwoch setzt der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner seine Unterschrift unter das Dokument. Für die Schweiz wird das Abkommen In Washington D.C. von Botschafter Urs Ziswiler unterzeichnet.
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