Madoff-Opfer schneidet sich Pulsadern auf

  • Publiziert: 23.12.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

NEW YORK – Sein Hedge-Fund hatte 1,4 Milliarden in die Firma des Finanz-Betrügers Bernard Madoff investiert – und alles verloren. Das war zu viel für Manager Thierry Magon de la Villehuchet (65).

Der französische Topmanager schluckte Schlafmittel und schnitt sich die Pulsadern auf. Die Polizei fand den Toten schliesslich immer noch an seinem Schreibtisch sitzend im Büro seines Hedge-Funds «Access International Advisors».

Villehuchet habe mit dem Druck nicht umgehen können. Er habe Tag und Nacht versucht wenigstens einen Teil des von Bernard Madoff vernichteten Geldes zu retten, sagte ein Freund. «Das ist der Abschied eines Mannes, den keine Schuld traf.»

Bernard Madoff, der ehemalige Chef der Technologie-Börse Nasdaq, soll mit seiner Finanz-Firma Investoren mit einem Schneeballsystem um 50 Mrd. Dollar betrogen haben. Auch Kunden zahlreicher Schweizer Banken sind betroffen. (bih)

play Bernard Madoff darf seine New Yorker Wohnung nicht mehr verlassen. Sein Geschäftspartner hat sich umgebracht. (Reuters)

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