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Am 24. April soll es zur Sache gehen: Die Selbsthilfegruppe der geschädigten Lehman-Anleger will an der Generalversammlung der Credit Suisse die Boni der obersten Banker einfordern. Und zwar alle Boni aus den Jahren 2004 bis 2008.
Das Geld würde problemlos ausreichen, um sämtliche Lehman-geschädigte Kleinsparer vollständig abzufinden, schreibt die vom Advokaturbüro Fischer & Partner vertretene Organisation in einer Mitteilung von heute. Sie will auch ein Traktandum an die CS-Generalversammlung einbringen, wofür sie aber die Unterstützung von einer Million Aktienstimmen benötigt.
Laut den Angaben sind nur knapp 5 Prozent der 400 Mitglieder der Anleger-Selbsthilfe von der Credit Suisse für ihre wertlos gewordenen Lehman-Papiere entschädigt worden. 45 Prozent der Geschädigten seien über 60 Jahre alt.
Die Mitglieder seien überzeugt, dass die Verantwortung für den «aggressiven Verkauf» der «so genannt vollumfänglich kapitalgeschützten» Lehman-Papiere an Kleinsparer beim CS- Topmanagement liege.
Die Anleger-Selbsthilfe fordert daher die Verantwortlichen bei der Credit Suisse auf, freiwillig auf ihre Boni zu verzichten. Im Visier haben die Lehman-Opfer unter anderen die beiden obersten CS-Männer: Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz und Konzernchef Brady Dougan. (sda/pft)
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CS-CEO Brady Dougan. (RDB)