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Die gute Nachricht: Für Enttäuschung kann die UBS morgen Dienstag mit ihrem Quartalsergebnis kaum sorgen. Denn es sind tiefrote Zahlen zu befürchten.
Mit einem Verlust von 1,8 Milliarden Franken rechnet Bankenexpertin Teresa Nielsen von der Bank Vontobel: «Die Zahlen der UBS werden nicht gut sein. Aber das wird auch erwartet.»
Seit dem Freitag vollzieht die Aktie der UBS Kurssprünge. Expertin Nielsen geht nicht davon aus, dass es in diesem Stil weitergeht: «Der Aktienkurs ist so hoch, durch die Euphorie aufgrund des Vergleichs mit den USA.»
Diese Euphorie könnte sich morgen in Nüchternheit wandeln. Denn trotz Milliardenverlust sind die Erwartungen an die Bank hoch: «Wichtig ist, dass die UBS morgen zeigen kann, wie und wo sie genau Kosten sparen und zusätzliche Umsätze erzielen kann», sagt Nielsen.
Obwohl die Bank Stellen gestrichen und Ausgaben gekürzt hat – ausgerechnet in der verlustreichen Abteilung Investment Banking wurden auch wieder teure Mitarbeiter eingestellt.
Erwartet wird zudem, dass bei der Bank im zweiten Quartal in allen relevanten Bereichen Gelder abgeflossen sind. Deshalb ist umso wichtiger, dass die UBS aufzeigen kann, wo künftig Wachstum möglich sein wird: «Einer der wichtigsten Märkte für die UBS ist Asien. Denn dort wird in nächster Zeit der grösste Aufbau von Vermögen erwartet», so Nielsen.
Just dort spitzt sich deshalb der Konkurrenzkampf zwischen den Banken zu: Die Credit Suisse und die englische HSBC setzen die UBS unter Druck.
Weitere Details zum Vergleich zwischen der UBS und den amerikanischen Steuerbehörden erwartet Nielsen erst am Freitag und ist erstaunt, über die Spekulationen in den Medien: «Es würde mich überraschen, wenn Informationen zu 5000 oder mehr Kundenbeziehungen geliefert werden müssen.»
Ein für die UBS milder Vergleich – das könnte den Aktienkurs nochmals beflügeln. Doch Nielsen gibt zu bedenken: «Es wird etwas Zeit dauern, den Ruf der UBS wieder aufzubauen.»