
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der Gewinn erreichte in den ersten neun Monaten 2008 noch 200 Mio. Franken. In der entsprechenden Periode des Rekordjahrs 2007 waren noch 247,7 Mio. Franken Gewinn erzielt worden.
Im Zuge der Finanzkrise musste die PostFinance Wertberichtigungen in der Höhe von 95 Mio. Franken vornehmen. 67 Mio. davon entfielen auf festverzinsliche Anlagen, 28 Mio. Franken auf Aktien. Wie PostFinance-Sprecher Marc Andrey erklärte, musste das Institut erstmals in seiner Geschichte Berichtigungen in dieser Höhe vornehmen.
PostFinance will an heimischen Hypothekenmarkt
Gemäss Andrey wären die Berichtigungen weit tiefer ausgefallen, wenn PostFinance ihr Geld in heimischen Hypotheken anlegen dürfte. Ohne Banklizenz muss das Institut rund die Hälfte seiner Kundengelder im Ausland anlegen und so grössere Risiken als andere Schweizer Banken eingehen, wie es beklagt.
PostFinance ist mit 44 Mrd. Franken hauptsächlich in Obligationen investiert. Insgesamt verfügte sie Ende des dritten Quartals über Kundengelder von rund 48 Mrd. Franken.
Der Neugeldzufluss innert Jahresfrist erreichte 4,8 Mrd. Franken. Im ganzen 2007 waren PostFinance Neugelder von 3,2 Mrd. Fr. zugeflossen. Die Zahl der Kundenkonten nahm seit Anfang 2008 um 222000 auf 3,56 Millionen zu.
Viele Neukunden im dritten Quartal
Die neuen Konten sind gemäss Andrey zum Teil auch auf erhöhte Gebühren beim Giro-Konto zurückzuführen. Bisherige Kunden profitierten von den günstigeren Bedingungen und richteten ein Depositen-Konto ein. 2007 verzeichnete PostFinance noch 187000 neue Konten.
Bei den Neukunden scheint die verschärfte Finanzkrise ihre Spuren zu hinterlassen: Verzeichnete PostFinance schon bis Ende Juni 39000 Neukunden, kamen bis Ende September erneut 23000 hinzu.
Insgesamt bezeichnet sich PostFinance als liquid und als sicheres Finanzinstitut. Sie habe weder Finanzierungs- noch Kapitalbeschaffungssorgen. Zudem verfüge sie über ausreichend Eigenkapital und eine Staatsgarantie.
Für das vierte Quartal erwartet das Institut weiterhin ein deutliches Wachstum. Die Höhe des Gewinns hänge von der weiteren Marktentwicklung ab. Die Quartalsergebnisse der Post und ihrer Konzernbereiche werden Ende Oktober bekannt gegeben. (SDA)