Diesen Banken vertrauen die Schweizer

ZÜRICH – Die Raiffeisen-Gruppe, die Kantonalbanken, Clientis und Postfinance sind die Profiteure der Finanzkrise: Sie haben an Glaubwürdigkeit und Wertschätzung gewonnen.

  • Publiziert: 04.11.2008, Aktualisiert: 19.01.2012
play Beliebte Adresse: eine Raiffeisen-Filiale in St. Gallen. (Keystone)

Die Raiffeisen hat gut Lachen. Sie weist eine um 20 Prozent höhere Präferenz bei Bankkunden aus als im Vorjahr. Die Kantonalbanken legten in der Gunst der Konsumenten – trotz Staatsgarantie – nur wenig zu. Dies zeigt eine Umfrage der Werbeagentur Young & Rubicam bei 1020 Personen in der Schweiz.

Die von der Finanzkrise am stärksten betroffene UBS ist die grösste Verliererin der Umfrage: Sie büsste ganze 66 Prozent an Markenpräferenz ein. Auch die Credit Suisse punktet mit ihrem Namen nicht mehr so toll, allerdings steht sie deutlich besser da als die UBS.

Viel Glaubwürdigkeit verspielt

Beide Schweizer Grossbanken haben viel Glaubwürdigkeit verspielt. 80 Prozent der befragten Konsumenten beurteilten die UBS als weniger glaubwürdig als noch vor einem Jahr, bei der Credit Suisse sind es 50 Prozent.

Zu Schlangen vor den Bankschaltern kommt es aber nicht: 85 Prozent der Bankkunden ziehen keine direkten Massnahmen in Folge der Finanzkrise in Betracht. Sie sind überzeugt, dass ihr Geld bei ihrer Hausbank sicher aufgehoben ist.

Keine Mehrheit für Rettungspaket

Das Rettungspaket im Volumen von 68 Mrd. Fr. für die UBS wird kritisch beurteilt. 65 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine aus Steuergeldern finanzierte Staatshilfe für die Banken aus. Wenig überraschend: Mehr als 80 Prozent aller befragten Schweizer fordern, dass die gescheiterten Manager ihre Boni zurückzahlen. (SDA/dip)

play Zwei Drittel der Befragten gaben an, vorsichtiger mit Geld umzugehen und auf grössere Investitionen – Uhren, Schmuck, Autos, Heimelektronik und Reisen – zu verzichten. (Keystone)

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