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Während die Kurse der Grossbank immer noch im Keller sind, steigen die Löhne der Mitarbeiter rasant: Weil die Topleute in England und Amerika scharenweise das Weite suchten, gewährt die Bank Hunderten von Managing Directors 50 Prozent mehr Lohn als Kompensation für den Verlust der üblichen Boni, schreibt «Sonntag».
Ein UBS-Sprecher bestätigte gegenüber der Zeitung Lohnerhöhungen, ohne allerdings auf das genaue Ausmass einzugehen. Es gehe darum, in schwierigen Zeiten gute Mitarbeiter bei der Bank zu halten, sagte der Sprecher.
Die US-Investmentbanker sollen laut der «New York Times» schon im März in den Genuss von ausserordentlichen Lohnerhöhungen gekommen sein. Zum Teil seien diese noch höher ausgefallen als jetzt in London.
Offenbar herrscht in der Chefetage der Bank Panik vor dem grossen Exodus: UBS-Präsident Kaspar Villiger sagte gestern in der «Berner Zeitung»: «Wir stellen fest, dass wir in wichtigen Bereichen systematisch Leute verlieren, die wir brauchen.»
Da sich die Bank nach den Exzessen der Vergangenheit ein strengeres Boni-Reglement auferlegt hatte, muss sie ihre besten Leute nun mittels Lohnerhöhungen besänftigen. Vom vielen Geld profitieren dabei ausgerechnet die Mitarbeiter im Investmentbanking. Genau dieser Geschäftsbereich hatte die Bank mit seinen Milliardenverlusten in die Misere geritten. (bih)
Lohnerhöhungen statt Boni: Was halten Sie von UBS-Trick? Schreiben Sie uns!
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UBS-VR-Präsident: Trotz Verlusten muss er seine Mitarbeiter mit Lohnerhöhungen zufriedenstellen. (Keystone)