Stellenabbau bei Axpo. Und was machen BKW und Alpiq? Den Stromern geht der Pfuus aus

  • Publiziert: 14.09.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Claudia Gnehm
play Stellenabbau bei Axpo. (Anton Geisser)

Die Stromkonzerne erwarten eine Durststrecke. Bei Axpo soll jetzt ein Stellenabbau für ein besseres Ergebnis sorgen.

Bereits die letzten drei Geschäftsjahre waren unbefriedigend, das laufende wird «sehr schwierig und unsicher» und die Zukunft wird noch steiniger. Die Lage beim grössten Schweizer Stromkonzern ist ungemütlich. Für Axpo-Chef Heinz Karrer ist ein Stellenabbau unvermeidbar. Es wird mehr als 100 der total 4200 Angestellten treffen, sagt er im Interview (rechts). Nicht nur der Atom-Ausstieg und die Auswirkungen der Atomkatastrophe von Fukushima bereiten Sorgen. Für die nächsten Monate rechnet Axpo wegen der schwachen Konjunktur mit einem kleineren Strombedarf.

Mittelfristig muss sich der Stromriese auf den Atom-Ausstieg vorbereiten. In den nächsten Monaten will Axpo deshalb seine Versorgungsstrategie anpassen. Nach wie vor sind Investitionen von mehreren Milliarden Franken geplant. In Frage kommen vor allem Wasserkraft und erneuerbare Energien, doch auch Importe werden ins Auge gefasst.

Vorerst keine Option sind Gaskombikraftwerke. Zwar hatte der Nationalrat Anfang Woche einer Lockerung der Regeln für diese Kraftwerke im Rahmen des CO2-Gesetzes zugestimmt. Demnach sollen die Betreiber bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen im Ausland kompensieren können. Das ist laut Axpo aber immer noch zu wenig, um Gaskombikraftwerke in der Schweiz rentabel betreiben zu können.

Axpo erwartet nicht als einziger Stromkonzern eine Durststrecke. Letzten Monat gab bereits Konkurrentin Alpiq bekannt, dass das laufende Geschäftsjahr deutlich schlechter ausfalle als erwartet. Auch für 2012 sei keine klare Verbesserung erkennbar. «Ob und in welchem Umfang es zu einem Stellenabbau kommt, können wir heute nicht sagen», erklärt Alpiq-Sprecher Carsten Glose. BKW, der dritte grosse Stromkonzern, wollte sich gestern nicht in die Karten blicken lassen. Heute gibt er Näheres mit den Halbjahreszahlen bekannt. Ein Abbau ist programmiert.

Zur wenig elektrisierenden Zukunft der Strombranche sagt der Direktor des Branchenverbandes VSE, Michael Frank: «Der schwache Euro, der starke Franken und die Regulierung gehen nicht spurlos an der Branche vorbei. Zudem stellt die Energiestrategie 2050 neue Herausforderungen an die Unternehmen

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