CS reicht 3700 Lehman-Opfern die Hand

  • Publiziert: 21.04.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
play Findet Millionen-Boni gut: CS-CEO Brady Dougan. (Keystone)

ZÜRICH – Die Credit Suisse gibt weitere 50 Millionen Franken aus – für Kunden, die mit der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers Geld verloren haben.

Nach Verhandlungen mit Westschweizer Konsumentenschützern* ändert die Credit Suisse ihre Entschädigungspraxis: Bisher berücksichtigte die Bank Kunden mit einem Gesamtvermögen von bis zu 500000 Franken, wenn 50 Prozent ihres Portefeuilles aus Lehman-Produkten bestand. Neu liegt diese Schwelle bei 20 Prozent.

Die 1700 betroffenen CS-Kunden werden in den nächsten Tagen kontaktiert. Das Rückkaufangebot für sie beläuft sich auf 50 bis 70 Prozent des Nominalwerts der zurückgekauften Produkte.

Darüber hinaus will die CS auch Kunden, die zwar die neu definierten Kriterien «nicht ganz erfüllen», aber mit Lehman-Produkten «in eine finanzielle oder persönliche Notlage geraten sind», entgegen kommen.

Insgesamt unterbreitet die CS damit «aus Kulanzgründen und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht» 3700 Kunden ein individuelles Rückkaufangebot im Gesamtwert von rund 150 Mio. Franken. (SDA/dip)

*Die Fédération Romande des Consommateurs vertritt rund 400 Lehman-Opfer, die aber nicht alle CS-Kunden sind. Die FRC ist nach eigenen Angaben die bedeutendste Vertreterin von Geschädigten der US-Investmentbank.

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