CS: Ramsch-Papiere als Boni

  • Publiziert: 18.12.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
play Credit Suisse: Am Hauptsitz in Zürich haben sich die Bosse etwas Besonderes einfallen lassen, um ihren Mitarbeitern auch dieses Jahr Boni zahlen zu können. (ZVG)

ZÜRICH – Die Credit Suisse geht nach der Debatte um umstrittene Boni neue Wege: Managern soll ein «substantieller» Anteil des Bonus in Form von Ramschpapieren ausbezahlt werden.

Die Credit Suisse will insgesamt Papiere in Höhe von 5 Mrd. US-Dollar aus der Bilanz nehmen und deren Risiko per Bonuszahlung an die Manager verlagern. Rund 2000 Mitarbeiter auf Stufe Managing Director und Director im Investment Banking würden diese Form der Vergütung bekommen, wie aus einer internen Mitteilung der CS hervorgeht.

«Die Credit Suisse beteiligt damit Mitarbeiter an diesen illiquiden Papieren und deren Erfolg oder Misserfolg», sagte CS- Sprecher Marc Dosch. Das Instrument nennt die CS «Partner Asset Facility» (PAF). Der PAF-Anteil im aktienbasierten Teil der Boni betrage 80 Prozent, so die Grossbank.

Die Aufteilung des Bonus auf einen Bar-Anteil und einen aktienbasierten Anteil war bei der CS wie auch bei anderen Banken bisher üblich. Der Aktienanteil beträgt nach bisheriger Regelung je nach Vergütung bis zu 65 Prozent des Gesamt-Bonus.

Die Boni würden generell tiefer, wie CS-Chef Brady Dougan bereits vor rund zwei Wochen angekündigt hatte. In Geschäftsbereichen der Grossbank, die gute Zahlen vorlegen, würden aber zwecks Motivation der Mitarbeiter weiter die bekannt hohen Vergütungen bezahlt.

Neu ist auch die Regelung, dass CS-Mitarbeiter, die ihr Arbeitsverhältnis künden, den Bonus teilweise zurückzahlen müssen, wenn sie ihn vorgängig schon für ein Jahr bezogen haben. (SDA)

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